Die Eigner Angels Nördlingen haben im zweiten Playoff-Spiel gegen die Rutronik Stars Keltern eine herbe 53:85-Niederlage kassiert und stehen nun mit dem Rücken zur Wand. Vor allem die hohe Zahl an Ballverlusten und eine schwache Wurfquote machten dem Team zu schaffen. Am Freitag müssen die Nördlingerinnen in eigener Halle eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, um das drohende Playoff-Aus abzuwenden.
Fehlstart in die Partie – Ballverluste als großes Manko
Nach der 70:54-Niederlage im ersten Spiel der Best-of-Five-Serie hofften die Angels auf eine bessere Leistung. Doch trotz großer Bemühungen verlief die Partie bereits in der ersten Halbzeit nicht nach Plan. Mit 12 Ballverlusten in den ersten 20 Minuten und einer fehlerhaften Wurfausbeute geriet Nördlingen früh ins Hintertreffen. Besonders bitter: Bereits in der zweiten Minute kassierte Laura Schinkel ihr zweites Foul und musste auf die Bank.
Bis kurz vor Ende des ersten Viertels hielten die Angels dennoch gut mit. Vor allem Mariam Hasle-Lagemann sorgte für wichtige Punkte, und beim Stand von 21:18 schien das Spiel noch offen. Doch spätestens nach einem technischen Foul gegen Trainer Nico Kuusi in der 13. Minute kippte die Partie endgültig. Zur Halbzeit lag das Team mit 47:32 zurück – ein Rückstand, der mit der hohen Fehlerquote kaum noch aufzuholen war.
Keltern eiskalt – Angels nur noch um Schadensbegrenzung bemüht
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte: Bereits nach 14 Sekunden verloren die Nördlingerinnen erneut den Ball, und in der 24. Minute sorgte Devena Rosic mit einem Treffer zum 56:36 für die Vorentscheidung. Die Eigner Angels hatten dem Druck der Kelternerinnen wenig entgegenzusetzen und konnten nur noch Schadensbegrenzung betreiben.
Mit einem Rückstand von 75:45 ging es ins Schlussviertel. Zwar zeigte Nicole Fransson trotz gesundheitlicher Probleme eine starke Leistung und erreichte ein Double-Double, doch insgesamt war das Spiel bereits entschieden. Das Endergebnis von 85:53 entsprach dem Spielverlauf, spiegelte jedoch nicht das eigentliche Potenzial der Eigner Angels wider.
Hoffnung auf ein Comeback im dritten Spiel
Trotz der deutlichen Niederlage gab es auch Lichtblicke: Mariam Hasle-Lagemann und Kapitänin Lisa Berthold zeigten kämpferische Leistungen, und auch die Nachwuchsspielerinnen Chanel Ndi und Jana Koch hielten gut dagegen. Der Schlüssel für ein engeres Spiel liegt jedoch in einer konstanteren Leistung über die vollen 40 Minuten.
Am Freitag, den 28. März, haben die Eigner Angels vor heimischem Publikum die Chance auf Wiedergutmachung. „Der Anspruch, Keltern zu ärgern, muss im kommenden Spiel oberste Prämisse haben“, lautet die Devise. Mit einer konzentrierten Vorstellung könnte das Team die Serie noch einmal spannend machen – ein Sieg wäre der erste Schritt dazu.


