München, Freising – In einem Regionalzug auf der Strecke von München nach Landshut kam es am Samstagmorgen, dem 20. September, zu einem Zwischenfall, der bei den Mitreisenden für Aufregung sorgte. Ein junger Mann präsentierte während der Fahrt seinen Freunden eine “Arbeitsmachete”, was zur Alarmierung der Bundespolizei führte.
Zwischenhalt in Freising
Der 18-jährige Deutsche befand sich mit drei Begleitern, zwei 17-jährige und ein 18-jähriger Ukrainer, im ALX 357 auf dem Weg nach Furth im Wald. Gegen 11:00 Uhr nahm der junge Mann die Machete aus seiner Tasche und zeigte sie seinen Bekannten. Diese Szene beunruhigte einige der anderen Reisenden, die daraufhin die Polizei verständigten. Der Zug wurde am Bahnhof Freising gestoppt, um die Situation zu klären.
Kooperative Reisende und Gefährderansprache
Bei der Kontrolle verhielten sich die Reisenden kooperativ gegenüber den Beamten. Während der Ermittlungen stellte sich heraus, dass sich die Gruppe auf dem Weg zum Angeln befand. Dabei präsentierte der gebürtige Ukrainer seine Machete, die er als Werkzeug nutzte. Alle vier Angler hatten entsprechende Ausrüstung dabei und waren entsprechend gekleidet.
Mündliche Ermahnung und Auflagen
Nach der Feststellung, dass keine Bedrohung von den Anglern ausging, gestattete die Polizei ihnen die Weiterreise. Eine Gefährderansprache wurde durchgeführt, und der 18-Jährige aus Oberschleißheim erhielt eine mündliche Ermahnung. Hintergrund ist das Allgemeinverbot zum Führen gefährlicher Gegenstände und Waffen während des Oktoberfestes in ausgewiesenen Münchner Bahnbereichen.
Für den Fall einer erneuten Rückreise mit der “Arbeitsmachete” wurde ihm ein Bußgeld sowie die Sicherstellung des Werkzeuges angedroht. Die Machete stellt dabei keine Waffe im Sinne des Waffengesetzes dar.


