Beschädigung einer israelischen Flagge in Ansbach in der Silvesternacht
In der Silvesternacht zum Jahreswechsel 2024/2025 kam es in Ansbach zu einer Beschädigung der israelischen Flagge am Rathaus. Wie bereits in einer Pressemeldung vom 01.01.2025 berichtet, wurden in der Folge zwei Jugendliche verhaftet. Inzwischen hat die Kriminalpolizei Ansbach weitere Verdächtige identifiziert.
Tatablauf und erste Festnahmen
Kurz nach Mitternacht alarmierte eine Zeugin die Polizei, nachdem sie beobachtet hatte, wie mehrere Personen auf dem Martin-Luther-Platz die israelische Flagge mit Feuerwerkskörpern beschossen. Beim Eintreffen der Polizeikräfte flüchteten die Täter. Während der Fahndung gelang es, zwei jugendliche Verdächtige im Alter von 15 und 17 Jahren festzunehmen. Die Fahndung ergab Beschädigungen an der Flagge sowie der Rathausfassade.
Erweiterte Ermittlungen
Das Fachkommissariat für Staatsschutz der Kriminalpolizei Ansbach übernahm die weiteren Ermittlungen. Die Auswertung der beschlagnahmten Mobiltelefone der Festgenommenen sowie Videoaufnahmen von unbeteiligten Zeugen zeigte, dass die Tat von einer Gruppe mehrerer Personen begangen wurde. Neben dem Einsatz von Feuerwerkskörpern war auf den Aufnahmen zudem zu sehen, wie versucht wurde, die Flagge von der Rathausfassade zu reißen.
Weitere Identifizierung von Tatverdächtigen
Im Laufe der Ermittlungen konnten bisher drei weitere Verdächtige identifiziert werden. Diese sind 15 und 16 Jahre alt und sollen Feuerwerkskörper auf die Flagge abgefeuert oder geworfen haben. Zusätzlich wurde ein 15-Jähriger ermittelt, der versucht hat, die Flagge von ihrer Stange zu reißen.
Politische Motivation vermutet
Die Tatverdächtigen besitzen die afghanische, syrische und irakische Staatsangehörigkeit. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse wird von einer politisch motivierten Handlung der Jugendlichen ausgegangen.
Sachschaden und rechtliche Folgen
Der durch die Tat entstandene Sachschaden an der Flagge und der Rathausfassade wird auf mehrere hundert Euro geschätzt. Die Tatverdächtigen müssen sich nun strafrechtlich verantworten. Die Ermittlungen der Ansbacher Kriminalpolizei sind noch nicht abgeschlossen und weitere Tatbeteiligte werden gesucht.

