8.953 neue Ausbildungsverträge wurden bis Ende Oktober bei der IHK Schwaben eingereicht. Dies bedeutet ein Minus von 3,1% gegenüber dem Vorjahr, wo 9.244 Verträge eingetragen werden konnten. „Der Rückgang um 291 Ausbildungsverträge beruht in erster Linie auf der mangelnden Qualifikation von Bewerbern. Zwar sind die Betriebe auch in diesem Jahr vielen Schülern entgegengekommen und haben ihnen eine Chance gegeben, obwohl deren Noten oft nicht dafür sprachen. Aber wenn beispielsweise das Bewerbungsschreiben für eine Ausbildung zum Beruf des Kaufmanns für Büromanagement mit Rechtschreibfehlern nur so gespickt ist, kann man die Unternehmen verstehen, dass dies keine Basis ist“, erklärt Oliver Heckemann, Leiter des Geschäftsbereichs Bildung der IHK Schwaben.

board-409582_640 Betriebe bemängeln Ausbildungsreife von Schulabsolventen News Wirtschaft Augsburg Ausbildung IHK Mangel Nachwuchs | Presse Augsburg
Firmen aus der Metall- und Elektro-Branche, aber auch aus der Kunststoffbranche haben zunehmend Schwierigkeiten ihre technischen Ausbildungsplätze zu besetzen.

Akademikertrend verursacht Azubimangel
Der Trend zu höheren Schulabschlüssen und der anschließende Akademikertrend führen dazu, dass den Firmen zu wenig geeignete Schulabsolventen zur Verfügung stehen. Dabei trifft dies vor allem kleinere und mittlere Unternehmen. Sie haben im Hinblick auf ausbildungsreife Bewerber in erster Linie das Nachsehen. 

Enorme Chancen der beruflichen Entwicklung mit dualer Ausbildung
Das ist bedauerlich, denn eine jüngste IHK-Umfrage brachte zu Tage, dass die Bedeutung der dualen Berufsausbildung innerhalb der schwäbischen Unternehmen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Und zahlreiche schwäbische Unternehmen haben Führungspositionen mit Leuten besetzt, die mit einer dualen Ausbildung begonnen haben. Insofern entspricht das IHK-Jahresthema „Lehre macht Karriere“ der Realität.