Apothekenumsatz deutlich gestiegen

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie ist der Umsatz der Apotheken in Deutschland deutlich gestiegen. Sie setzten im Februar 2020 real sechs Prozent mehr um als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag die Veränderungsrate bei +2,6 Prozent.

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Die Apotheken verbuchten damit ein ähnliches Umsatz-Plus wie der Einzelhandel insgesamt in diesem Zeitraum (+6,4 Prozent). Sie können neben Medikamenten auch Umsätze mit Desinfektionsmitteln, kosmetischen Produkten oder mit Atemschutzmasken erzielen. Bei Medikamenten ist in den letzten fünf Jahren ein Preisanstieg zu beobachten.

Die Preisentwicklung hängt dabei stark davon ab, ob es sich um rezeptfreie oder rezeptpflichtige Medikamente handelt: Rezeptfreie Medikamente verteuerten sich im Zeitraum von März 2015 bis März 2020 mit +11,1 Prozent am stärksten. Die Preise für rezeptpflichtige Medikamente entwickelten sich mit +2,7 Prozent in diesem Zeitraum wesentlich schwächer. Die unterschiedliche Preisentwicklung lässt sich damit begründen, dass Preise für rezeptfreie Medikamente von Apotheken frei kalkuliert werden können, während die Preise für rezeptpflichtige Medikamente und die gesetzliche Zuzahlung, staatlich reguliert sind, so die Statistiker. Der Umsatzanstieg infolge der Corona-Pandemie spiegelt sich bislang nicht in gleichermaßen gestiegenen Preisen wider.