Weiterhin haben viele Eigentümer in Deutschland den Schadstoff Asbest in den eigenen vier Wänden verbaut, ohne darüber Kenntnisse zu haben. Asbest wurde vor allem in den 1960er-Jahren oder 1970er-Jahren sehr häufig zur Dämmung von Gebäuden eingesetzt. Die damals getaufte Wunderfaser weist jedoch ein hohes Risiko für die Gesundheit auf. Deshalb wurde die Herstellung und Verwendung von Asbest im Jahr 1993 endgültig verboten.

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Symbolbild


Der Kontakt mit dem sehr krebserregenden Fasern kann sehr schädlich für die Gesundheit sein. Denn das karzinogene Mineral der Fasern setzt sich in der Raumluft ab. Das Einatmen kann dazu führen, dass sich Asbest in der Lunge absetzt und sehr feine Fasern eingeatmet werden. Das Gewebe wird durch Asbest dauerhaft geschädigt. Bei der sogenannten Asbestose handelt es sich um eine krankhafte Verhärtung der Lunge, so dass die Lunge größtenteils aus Narbengewebe besteht. Bereits im Jahr 1936 wurde Asbestose als Berufskrankheit anerkannt und war unter Bau- und Industriearbeitern sehr verbreitet. Erst heute sind die Zusammenhänge eines erhöhten Krebsrisikos durch eine Erkrankung mit den Asbestfasern bekannt. Denn die Zeitspanne bis zu den ersten Symptomen oder Anzeichen einer gesundheitlichen Schädigung ist nicht selten sehr groß. Folgeschäden und Folgekrankheiten treten demnach erst sehr spät auf und sind deshalb ein unbemerktes Risiko in den eigenen vier Wänden. Wenn jedoch Bauarbeiten, Sanierungen oder der Abriss der alten Gartenlaube im Garten ansteht, gilt es sich vorab genau über die verwendeten Baustoffe zu informieren. Besteht der Verdacht auf Asbest im Eigenheim oder in Gartenanlagen ist höchste Vorsicht geboten. Wir haben Ihnen hier einen Ratgeber entworfen und verraten Ihnen, welche Maßnahmen Sie treffen sollten, wenn der Verdacht auf Asbest im Eigenheim besteht.

Ersteinschätzung beim Verdacht auf Asbest im Eigenheim

Nur, wenn man nicht ausschließen kann, dass Asbest zur Dämmung des Eigenheims oder Gartenanlagen genutzt wurde, gilt es sich selbstständig dieser Frage zu stellen. Oftmals kommt es vor energetischen Sanierungen, größeren Umbaumaßnahmen am Haus oder Veränderungen im Garten zu Zweifeln über verwendeten Asbest auf dem eigenen Grundstück. Grundsätzlich lässt sich Asbest erst einmal über die Raumluft und das Material testen. Ein Asbest Test zur Entnahme der Proben gibt es Online zur Selbstanwendung und bietet durch einen professionellen Laborbericht ein sehr verlässliches Ergebnis. Bei einem Raumlufttest werden Staubproben von einer Oberfläche abgeklebt und an ein Labor geschickt, um Aufschluss über die Asbestbelastung zu erhalten. Ebenso lassen sich gleich auch allgemeine Baustoffe und Materialien in ein Fachlabor zu Untersuchung schicken. So können auch Elemente des Dachs, Zementplatten oder Dichtmassen die Zweifel über Asbest in den eigenen vier Wänden beseitigen. 

Bei Asbestbefund einen Fachmann beauftragen

Häufig kann auch das Baujahr eines Wohnobjekts ein erstes Anzeichen für den Verdacht auf Asbest in den eigenen vier Wänden geben. Dabei sind es vor allem Wohnobjekte in den 1960er-Jahren mit meist sehr schön dekorierten Gärten, die vornehmlich mit Asbest gedämmt wurden. Bei einem Befund von Asbest in den eigenen vier Wänden sind Eigentümer meldepflichtig und müssen sich an Fachbetrieb zur Asbestentsorgung wenden. Denn bei Asbest handelt es sich um sehr giftigen Sondermüll, so dass auch die Entsorgung unter verschiedenen gesetzlichen Vorschriften stattfindet. Demnach muss dafür gesorgt werden die Materialien während des Transports bis zur Entsorgung nicht zu beschädigen, um die Fasern nicht freizusetzen.