Auch Donauwörther OB Neudert verzichtet auf erneute Kandidatur

Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl hatte erklärt für eine weitere Amtszeit nicht mehr zu Verfügung zu stehen. Donauwörths OB Neudert folgt seinem Parteikollegen nun und wird ebenfalls bei den Kommunalwahlen nicht erneut kandidieren.

18 03 15 Miteinander In Schwaben Don Foto Elisabeth Rosenkranz Stadt Augsburg 01
Arrmin Neudert (2vl) hier bei einem Termin in der Verangenheit mit Augsburgs Bürgermeisterin Eva Weber, Kurt Gribl und Stefan Kiefer (3. Bürgermeister Augsburg) wird nicht mehr kandidieren. | Archivfoto: Elisabeth Rosenkranz/Stadt Augsburg

Nach drei Amtszeiten und insgesamt 18 Jahren im Amt wird Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert (CSU) nicht für eine erneute Wiederwahl im Maärz 2020 kandidieren. Diese Entscheidung hat der 54-Jährige bereits seinen Parteigremien mitgeteilt und heute veröffentlicht. „Die maßgebliche Frage ist: Habe ich für weitere sechs Jahre die gesundheitliche Konstitution und damit auch die Energie, dieses Amt auszuüben, wie es meinem Anspruch und der Verantwortung des Amtes entspricht.“, heißt es in seiner Erklärung und weiter “ In der Abwägung aber steht mein Entschluss fest.“

Wie in Augsburg, wo Parteikollege Dr.Kurt Gribl vor Kurzem ebenfalls seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur bekanntgab, spielt auch bei Neudert der Verjüngungskurs der Christsozialen eine Rolle. Während man in der Schwabenmetropole bereits mit Bürgermeisterin Eva Weber eine neue Spitzenkandidatin präsentierte, ist man da im Donau-Ries noch nicht so weit. Als möglicher Neudert-Nachfolger wird in manchen Kreisen aber bereits sein dirketer Stellvertreter Jörg Fischer gehandelt.

Hier die Erklärung Neuderts im Wortlaut

„Nach gründlicher und reiflicher Überlegung habe ich eine Entscheidung getroffen, die mir nicht leicht gefallen ist: Ich werde mich nach dann 18 Jahren als Oberbürgermeister der Stadt Donauwörth kein weiteres Mal um das Amt bewerben. Dieses Amt ist für mich eine Berufung. Ich habe es mit hoher Motivation und intensiver Widmung ausgeübt. Es war für mich über meine ganze Amtszeit hinweg erfüllend und zugleich fordernd, mich für meine Heimatstadt einzusetzen.

Die maßgebliche Frage ist: Habe ich für weitere sechs Jahre die gesundheitliche Konstitution und damit auch die Energie, dieses Amt auszuüben, wie es meinem Anspruch und der Verantwortung des Amtes entspricht. Die Jahre des Einsatzes und mit Terminen an in der Regel jedem Tag der Woche sind spürbar. Im Hinblick auf eine weitere Kandidatur muss ich diese Frage über einen Zeitraum vieler Jahre hinweg stellen. Zugleich spüre ich nach wie vor die Begeisterung für die Themen und Entwicklungen unserer Stadt, die mich über alle meine Amtszeiten hinweg begleitet und getragen hat. In der Abwägung aber steht mein Entschluss fest.

Bis zum Ende der jetzigen Amtszeit werde ich die vor uns liegenden Aufgaben weiterhin mit ganzer Kraft erfüllen. Ich freue mich darauf, dies mit der beschriebenen Begeisterung zu tun.

Projekte auf den Weg gebracht

Wenn ich in die Zukunft blicke, so sehe ich viele Projekte, die in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht wurden und Gestalt annehmen. Als Beispiel nenne ich die Entstehung des neuen Alfred-Delp-Quartiers. Es sind aber nicht nur die einzelnen Projekte, ob groß oder klein, die mir am Herzen lagen und liegen, sondern es ist in gleichem Maße das gesellschaftliche Miteinander unserer Stadt und der Zusammenhalt zwischen den Generationen. Mir war und ist es wichtig, Ziele miteinander zu erreichen und nicht zu spalten: Ich baute und baue gerne Brücken. Über dann bald drei Amtsperioden hinweg gilt meine Zielsetzung einer sozial und familienfreundlich sowie ökologisch orientierter Stadt, welche wirtschaftlich gut aufgestellt ist.

Parteigremien sind informiert

Meine Entscheidung habe ich dem Fraktions- und Ortsvorsitzenden der CSU, MdL Wolfgang Fackler und der CSU Vorstandschaft mitgeteilt sowie meinem unmittelbaren Stellvertreter Bürgermeister Jörg Fischer. Ich danke allen, die mich in meinem Amt unterstützt haben und weiterhin unterstützen. Allen voran meiner Frau und Familie. Eine Aufgabe in solcher Breite wäre nicht auszufüllen, ohne eine solche Unterstützung von vielen Seiten: seitens vieler Bürgerinnen und Bürgern, die mit mir in Kontakt und Austausch sind, seitens politischer Weggefährten und seitens meiner Mitarbeiter aus der Verwaltung.

Besonders danke ich den Bürgerinnen und Bürgern für ihr in drei Wahlen klar zum Ausdruck gebrachtes Vertrauen. Nach 18 Jahren möchte ich einen Generationenwechsel einleiten. Es ist gut, jung anzufangen. Über meine heutige Erklärung hinaus werde ich mich bis auf weiteres nicht äußern“