Aufbäumen kommt zu spät | ESC Kempten verliert beim EHC Königsbrunn mit 5:3

Nicht die besten Vorzeichen gab es für den ESC Kempten Sharks vor der schweren Partie auswärts beim amtierenden Meister der Bayernliga Königsbrunn. Mit Jakob Nerb stand nur noch ein etatmäßiger Keeper zur Verfügung. Als Backup zur Seite stand ihm kurzfristig der U17 und 1b Goalie Elias Bartzsch der somit zum ersten Mal bei der „Ersten“ im Aufgebot stand. Und auch Trainer Sven Curmann musste erkrankt absagen. Markus Russler übernahm den  Part des Headcoaches und der sportliche Leiter Ervin Masek assistierte ihm.20211228 Aev Straubing 2 14

Die Gastgeber starteten mit viel Druck und hatten auch schnell die ersten drei Torschüsse zu verzeichnen. Kempten befreite sich dann mehr und mehr vom Druck, hatte selbst gute Wechsel und dicke Torchancen. Doch Stefan Vajs im Gehäuse der Pinguine agierte wie gewohnt sehr sicher. Das Spiel war über den Rest des Drittels  temporeich und offen, mit dem Unterschied das Königsbrunn zwei Treffer erzielte und mit 2:0 in die Pause ging. Bei konsequenterer Chancenverwertung wäre durchaus mehr für die Sharks drin gewesen. Die Brunnenstädter legten nun noch eine Schippe drauf. Kempten tat sich schwer im Spielaufbau, die Defensive Königsbrunns stand stabil, das aggressive Forechecking zeigte Wirkung. Vorne wirbelten sie zudem mit viel Tempo und Spielfreude und kamen zu zwei weiteren schön heraus gespielten Treffern. Die Sharks hatten mit zwei Alleingängen durch Bitomsky und Kokoska die größten Torchancen, aber beide scheiterten am überragenden Vajs. Vor dem letzten Abschnitt war die Messe offensichtlich gelesen, allerdings hatten die Sharks mit der Partie noch nicht abgeschlossen. So kam doch noch jede Menge Spannung und Dramatik in die Begegnung. Linus Voit mit dem 4:1 gab für sein Team endgültig das Signal Vollgas zu geben. Königsbrunn konnte das Tempo der Allgäuer nicht mehr wirklich mitgehen und wurde massiv in die eigene Zone gedrückt. Mauro Seider und Ondrej Zelenka schafften das nach 40 Minuten nicht mehr geglaubte und stellten den 4:3 Anschluss her. Kempten nun drückend überlegen und auf den Ausgleich aus wurde dann durch eine eher kleinlich gepfiffene Strafe jäh im Vorwärtsdrang eingebremst. Mit einem Mann mehr auf dem Eis machten die Hausherren den Sack mit dem 5:3 zu. Ein Drittel zu spät Vollgas gegeben, sonst wären Punkte auf jeden Fall möglich gewesen. Diese sollen nur am zweiten Feiertag in Schongau eingefahren werden.