Aufgrund enormem Besucherinteresses – Am Sonntag gibt es einen zusätzlichen „Augsburger Wassertag“

Eigentlich umfasst die Saison der „Augsburger Wassertage“ lediglich sechs Sonntage, die ganz im Zeichen des Historischen Wassermanagement-Systems stehen. Doch in diesem Jahr müssen die Verantwortlichen nachlegen! Das Interesse am brandneuen UNESCO-Welterbe ist enorm.

Foto: Wolfgang Czech

„Der schnellen Umsetzung im Marketing und der Aktualisierung der Angebote verdanken wir die starke Nachfrage aus dem deutschsprachigen Raum. Im zweiten Schritt soll nun die internationale Präsenz des Welterbe-Themas angegangen werden“, so Tourismusdirektor Götz Beck. Die Veranstaltungsreihe „Wassertage“, welche ursprünglich im Rahmen der Welterbe-Bewerbung entwickelt wurde, erfreut sich einer so großen Beliebtheit, dass es jetzt nochmals einen Zusatztermin geben wird. Dies ist keineswegs verwunderlich, denn der etwas sperrige Titel „Das Augsburger Wassermanagement-System“ will erklärt werden. Die Augsburger Wassertage treffen den Nerv – sie erklären und erläutern und machen darüber hinaus einige der insgesamt 22 Denkmäler der neuen Welterbe-Stätte zugänglich, die es ansonsten nicht sind. Die Regio Augsburg Tourismus GmbH organisiert diesen letzten öffentlichen Termin am 20. Oktober.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Augsburger Wassertage“ wird das beeindruckende Wassermanagement-System für alle Besucherinnen und Besucher mit einem attraktiven Programm erlebbar. Ein letzter zusätzlicher Termin am 20. Oktober bietet spannende Einblicke in über 800 Jahre Wasserwirtschaft und die daraus resultierende Stadtentwicklung.

Zentrales Denkmal bei den Führungen ist auch an diesem Veranstaltungstag das Historische Wasserwerk am Roten Tor. Es stellt ein europaweit einzigartiges Wasserwerksensemble und ein architektonisches Kleinod dar, welches drei Wassertürme, zwei Brunnenmeisterhäuser und ein Aquädukt umfasst. Besuchergruppen erhalten dort ab 10 Uhr fortlaufend Einlass für Kurzführungen durch den Großen und Kleinen Wasserturm.

Im Historischen Wasserwerk am Roten Tor wird an diesem Tag die stellvertretende Welterbe-Koordinatorin der Stadt Augsburg (Antonia Hager) zu Gast sein. Um 14 und um 15 Uhr berichtet Frau Hager über „Augsburg und die Verantwortung eines UNESCO Welterbetitels“. Ein Einblick in die engagierte und vielfältige Arbeit des Welterbe-Büros der Stadt Augsburg und ein bürgernaher Kurzvortrag. Zusätzliche Infos gibt es wie immer am Stand des Welterbe-Büros, der ebenfalls im Historischen Wasserwerk am Roten Tor vertreten sein wird.

Ein weiterer Gast wird der Schriftsteller und Buchautor Christian Krug sein. Er lädt um 16 Uhr zu einem abschließenden Vortrag (Dauer 1 Stunde) „Deutschland und sein UNESCO-Welterbe“ ein. Seine Reiseerlebnisse hat er in seinem Buch „21 Tage: Eine Reise zu 42 Stätten des Welterbes in Deutschland“ festgehalten. Die Vielfalt der Welterbestätten in Deutschland ist nahezu beispiellos. Von den Höhlen der Schwäbischen Alb über die Pfahlbauten und römische Denkmäler in Trier reichen sie bis in die jüngste Vergangenheit mit der Völklinger Hütte oder der Bauhaus-Architektur. Christian Krugs Erzählungen sind fundiert, ernsthaft und dabei voller Leidenschaft und Tiefgang. Als studierter Historiker und Reiseleiter gelingt es ihm leicht seine Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann zu ziehen und dabei einen Zugang zu den vielen faszinierenden Welterbestätten Deutschlands zu ermöglichen.

In unmittelbarer Nähe zu den Wassertürmen befindet sich das Handwerkermuseum. Es ist im benachbarten unteren Brunnenmeisterhaus untergebracht und freut sich von 10 bis 17 Uhr auf interessierte Besucherinnen und Besucher. In den Ausstellungsräumen können Exponate rund um das Handwerk in Augsburg besichtigt werden.

Einen spannenden Blick hinter die Kulissen verspricht auch das Klärwerk Augsburg. Dort startet um 10 Uhr eine Führung über das weitläufige Gelände, wobei man die mechanisch-biologische Abwasserreinigung nach neuesten technischen und biologischen Erkenntnissen in Augenschein nehmen kann.

Augsburgs Wasserreichtum, das Aderngeflecht der Kanäle, Wasser in Kunst und Architektur – all dies wird im Rahmen von thematischen Stadtführungen erläutert. Die Führungen mit Titel „Wasser in der Stadt – Augsburg UNESCO Welterbe“ starten an der Tourist-Information Augsburg. Sie führen vom Augustusbrunnen durch das idyllische Lechviertel der Altstadt bis zum Wasserwerk am Roten Tor, wo die Touren mit der Innenbesichtigung der Wassertürme enden.

Zusatztermin mit Programmpunkten an zwei weiteren Denkmälern

Da es sich um einen Zusatztermin handelt, wird es diesmal lediglich in zwei weiteren Denkmälern der Wasserwirtschaft ein Programm geben. Zum einen beteiligt sich das imposante historische Wasserwerk der Stadtwerke Augsburg am Hochablass:  Das Wasserwerk kann von 12 bis 17 Uhr individuell besichtigt werden. Für die Führung um 15 Uhr ist eine Anmeldung erforderlich. Die Künstlerin Christine Hofmann-Brand freut sich auf einen anregenden Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern des Wasserwerks am Hochablass. Sie präsentiert dort ihren Bilderzyklus „Wassertechnik und Prachtbrunnen“ sowie einige Exponate großformatiger Acryl-Malerei mit fotografischen Bildelementen zur Augsburger Wassertechnik.

Auch das Lechmuseum Bayern öffnet die Tore

Der Landkreis Augsburg beteiligt sich ebenfalls an diesem zusätzlichen „Wassertag“ mit seinem Lechmuseum Bayern im Wasserkraftwerk der Lechwerke in Langweid: Hier findet ein „Tag der offenen Tür“ von 10 bis 18 Uhr statt. Das Museum informiert über Stromerzeugung, Treibwassernutzung sowie Natur und Geschichte des Lechtals. Der beeindruckende Historismusbau, in dem seit 1907 Strom aus der Wasserkraft des Nördlichen Lechkanals gewonnen wird, beherbergt im Innern jedoch darüber hinaus noch ein ganz besonderes Highlight: die begehbare Turbinenkammer von 1907.

Das zusätzliche Programm kann auch online unter www.augsburg-tourismus.de oder auf der Welterbe-Website der Stadt Augsburg unter www.wassersystem-augsburg.de abgerufen werden.