Aufholjagd wird nicht belohnt | Ratiopharm Ulm verliert letztes Heimspiel des Jahres im EuroCup gegen Ankara

Im letzten Heimspiel des Jahres 2023 unterliegt Ratiopharm Ulm in einer intensiven, ausgeglichenen und bis zur letzten Minute alles möglichen Partie Turk Telekom Ankara mit 79:85.

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Foto: Harry Langer /PM BBU

 

Am zweiten Weihnachtsfeiertag füllte sich die Ratiopharm Arena nochmals ordentlich. Anlässlich des weihnachtlichen Festes und des letzten Heimspiels des Jahres herrschte eine grandiose Atmosphäre, welche die Orangenen in der Anfangsphase allen voran in der Defensive sichtlich beflügelte. Mitte des ersten Viertels legte das Team nach einem erfolgreichen Dreier von Kapitän Tommy Klepeisz einen 8:0 Lauf hin, den die Gäste aber unmittelbar konterten. So gestaltete sich ein ausgeglichenes erstes Viertel (19:19, 10.), in dem sich beide Mannschaften zu viele Schnitzer und Ballverluste leisteten (Ulm: 6, Ankara: 5). Auch mit zunehmender Spieldauer blieb jede Sequenz hartumkämpft und die defensiv Reihen boten wenig Raum. In der ersten Hälfte dominierten Trevion Williams und Co. den Kampf um die Vorherrschaft unter den Körben (Rebound Duell 23:12). Sie beherrschten dabei das gegnerische Brett nach Belieben, sammelten nach zwanzig Minuten bereits elf Offensiv-Rebounds. Bei Ankara gab hauptsächlich Punktegarant Tyrone Wallace den Ton an, schulterte die Scoringlast und stand zur Pause bei bereits 19 Punkten. Kurz vor der Pause schaltete Center Williams einen Gang, markierte die letzten sechs Punkte und brachte die knappe Pausenführung (41:40, HZ.).

Auch nach dem Seitenwechsel fehlte die spielerische Leichtigkeit. Beide Teams agierten körperbetont in der Zone und versuchten damit zum Erfolg zu kommen. Auch das Passspiel der Ulmer war zunächst zu ungenau, demnach blieb die oft gezeigte Offensivpower erst mal aus. Die Physis der Türken bereitete zudem einige Probleme, somit war die Teamfoulgrenze frühzeitig erreicht und auch in Sachen Rebounds präsentierte sich Ankara solider. Weitestgehend gingen die Teams im Gleichschritt, es fehlten also die Runs. So einen erwischten dann allerdings die Gäste, stellten mit einem 10:0 Lauf auf die zwischenzeitlich höchste Führung von sechs Punkten. Während die Ulmer offensiv ihren Rhythmus suchten und meist nur über Einzelaktionen punkteten, spielte sich Ankara in einen Rausch. So traf das Team von Trainer Selcuk Ernak auch die schwierigen Würfe und zogen auf neun Punkte weg. Angeführt und angetrieben von Juan Núñez, der defensiv und Offensiv energische Aktionen zeigte und die Aufholjagd einleitete – mit drei Minuten auf der Uhr betrug der Rückstand lediglich zwei Punkte. Die Ulmer verpassten daraufhin einige Angriffssequenzen, um das Spiel endgültig zu drehen und dementsprechend gewinnt der Gast aus Ankara mit 85:79.

Mehrere Angriffe zum erfolgreichen Comeback

Binnen der letzten Spielminute hatten die Ulmer das Momentum auf ihrer Seite und den Wurf zur Führung. Den offenen Dreier aus der Ecke verpasste L.J. Figueroa und im Gegenzug zeigte sich der Gast in Person von Okben Ulubay kaltschnäuzig, der 38 Sekunde vor dem Ende den Ulmer Rückstand auf fünf erhöhte. Bereits eine Sequenz zuvor gab es die Möglichkeit, zumindest den Ausgleich zu erzielen. Die Belohnung einer kämpferischen Aufholjagd blieb damit aus.