Augsburg | Bekleidungskaufhaus K&L schließt am Kö – IHK fordert Nachfolger mit Strahlkraft

Das Bekleidungshaus K&L Ruppert gibt sein Geschäft am Augsburger Königsplatz zum 31. Juli auf, die Filialen in Gersthofen und Haunstetten sollen erhalten bleiben. Die IHK sieht darin einen „Weckruf“ für Verkehrspolitik und fordert einen Nachfolger mit Stahlkraft.KL-augsburg Augsburg | Bekleidungskaufhaus K&L schließt am Kö - IHK fordert Nachfolger mit Strahlkraft Augsburg Stadt Augsburg-Stadt News Wirtschaft Augsburg IHK Schwaben K&L Ruppert Kö | Presse Augsburg

K&L Ruppert wird sein Bekleidungshaus am Königsplatz Ende Juli schließen. 27 Jahre lang war die Kette an diesem Standort vertreten. Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit strategischen Überlegungen. Man werde sich künftig verstärkt auf eingeschössige Filialen mit Parkmöglichkeiten konzentrieren. Gerade die fehlende Erreichbarkeit mit dem Auto wurde in der letzten Zeit wohl immer mehr zum Problem.

Die Geschäfte in Gersthofen und Haunstetten erfüllen diese Bedingungen und bleiben geöffnet. Es wird zudem gerüft, ob man nicht eine weitere Filiale im Augsburger Raum eröffnet.

Die 26 Angestellten und vier Azubis sollen Weiterbeschäftigungsangebote für eine der umliegenden Filialen bekommen.

Die angekündigte Schließung des Textilhauses K&L Ruppert in der Augsburger Innenstadt ist für die IHK Schwaben ein „Weckruf“, den Bedürfnissen von Kunden mit Pkw künftig wieder stärker Rechnung zu tragen. Nach Aussagen der K&L-Ruppert-Geschäftsführung hatten neben baulichen Aspekten die Fragen der Erreichbarkeit mit dem Auto und fehlender Parkplätze den Ausschlag für die Schließung gegeben. „Deshalb muss bei der weiteren Diskussion über das Stadtentwicklungskonzept die Erreichbarkeit des Zentrums auch mit dem Pkw wieder stärker in den Fokus rücken“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Saalfrank. „Wir brauchen die Gleichberechtigung aller Verkehrsträger einschließlich des Individualverkehrs für die Kunden aus dem Umland, wenn wir den Handelsstandort Innenstadt weiter stärken und eine Abwanderung von Unternehmen und Kunden auf die ‚grüne Wiese‘ vermeiden wollen.“ Nach Einschätzung der IHK wäre ein Ausbau weiterer dezentraler Standorte für die Innenstadt kontraproduktiv.

Marcus Vorwohlt, Vorstandsmitglied der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Stadt und selbst Einzelhändler, betont: „Nun ist es für die Stärkung und Attraktivität der Augsburger Innenstadt wichtig, an dieser prominenten und hochfrequenten Lage zügig ein Handelsunternehmen mit hoher Strahlkraft und Magnetwirkung für das Umland zu finden