Augsburg bekommt ein neues Schülerticket für den Nahverkehr – Linken-Stadtrat übt Kritik

In der gestrigen Sitzung des Augsburger Stadtrat wurde das neue Schülerticket beschlossen, das in Kürze beantragt werden kann. Dieses ist dann gültig zum 1. Januar 2018. Es gibt aber bereits jetzt Kritik an der beschlossenen Vorgehensweise.

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Bildungsreferent Köhler erklärt, warum es das Ticket geben wird | Foto: Stadt Augsburg

In der gestrigen Sitzung des Augsburger Stadtrat wurde das neue Schülerticket beschlossen, das in Kürze beantragt werden kann. Dieses ist dann gültig zum 1. Januar 2018. Warum die Stadt Augsburg das neue Schülerticket auf den Weg gebracht hat, wer davon profitiert, und welche Vorteile dieses Angebot mit sich bringt, erläutert Bildungsreferent Hermann Köhler.

Etwas anders sieht es Linken-Stadtrat Otto Hutter. Von ihm kommt Kritik an dem geplanten Schülerticket. Er kritisiert, dass diese freiwillige  soziale Leistung der Stadt Augsburg in Höhe von 16 Euro je Monat nur die Schülerinnen und Schüler bekommen, die das Ticket für den ÖPNV für 11 Monate abonnieren.

In einer Mitteilung rechnet er vor: „Die Beispielrechnung für Preisstufe 2 macht das Problem ersichtlich. Bei einem Abo des Tickets ergeben sich folgende Kosten für ein Kind pro Familie: 11 Monate x 33,50 Euro Eigenanteil = 368,5 Euro/Jahr. Die Stadt schießt hier 11 x 16 Euro zu, macht 176 Euro.

Gerade wer wenig fährt, da er sonst das Fahrrad nützt oder sich das Ticket nicht dauerhaft leisten kann komme nicht in den Genuss der städtischen Förderung.

Otto Hutter: „Mit dieser Zuschussregelung für das Schülerticket wird deutlich: Die, die auf finanzielle Unterstützung durch die Stadt angewiesen sind, bekommen sie nicht. Dafür verteilt die Stadt Geldgeschenke an Familien die diese tlw. Überhaupt nicht benötigen.“