Liebe Augsburgerinnen und Augsburger,

diesen Monat haben die Firmen Kuka und Premium Aerotec Schlagzeilen gemacht, beide Firmen kündigten einen Stellenabbau an. Nachrichten wie diese sind immer ein harter Schlag ins Kontor und regen zum Nachdenken an. Globale Herausforderungen wie Ressourcenknappheit und veränderte Anforderungen durch Digitalisierung und Industrie 4.0 fordern nicht nur die Unternehmen, sondern auch den Wirtschaftsstandort. Aus diesem Grund müssen auch wir uns ständig weiterentwickeln, um auch zukünftig innovationsfähig zu bleiben und unseren Unternehmen vor Ort eine starke Basis zu bieten.

csm_plr_Eva_Weber_061118_03_2cd72c3d01 Augsburg bleibt interessant | Die exklusive Eva Weber-Kolumne, April 2019 Augsburg Stadt Augsburg-Stadt Die Eva Weber-Kolumne News Newsletter Wirtschaft Allianz für Arbeit Augsburg Eva Weber Fujitsu Kolumne Kuka Premium Aerotec | Presse Augsburg

Augsburg ist geschichtlich bedingt ein Produktionsstandort. Dennoch haben wir bereits vor über 10 Jahren erkannt, dass sich die klassische Industrie ändern wird. Aus diesem Grund haben wir schon damals neue Ansätze entwickelt, um unseren Unternehmen bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten. Die Ergebnisse sind inzwischen sichtbar: Im Augsburg Innovationspark, an der neuen Universitätsklinik, in der florierenden Gründerszene, am gut funktionierenden Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Wir schaffen Instrumente, die vernetzen, die neue Arbeitsplätze schaffen können und die dazu beitragen, dass sich Unternehmen am globalen Wettbewerb behaupten können.

Augsburger Arbeitsmarkt robust

Schaut man nur auf unsere Großunternehmen, übersieht man schnell unsere kleinen und mittelständischen, die über 90% der Betriebe vor Ort ausmachen. Hier sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Jobs entstanden, Fachkräfte werden gesucht. Der Augsburger Arbeitsmarkt bleibt weiterhin robust, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist mit 147.402 so hoch wie nie, die Arbeitslosenquote bleibt mit 4,9% weiterhin niedrig. Die zeigt, dass der Stellenabbau bei den Großunternehmen im Stadtgebiet durch zusätzliche Arbeitsplätze im Mittelstand kompensiert werden kann.

Erfreuliche Nachrichten

Doch auch bei einem unserer Global Player gibt es erfreuliche Nachrichten: Dank zahlreicher Verhandlungen können rund 350 Fujitsu-Angestellte auch nach der Werksschließung 2020 weiter beschäftigt werden. Aktuell bemüht sich die Stadt Augsburg als Teil der „Allianz für Arbeit“ auch für die restlichen Mitarbeiter um eine Stellenvermittlung in Form einer Jobbörse. Diese Entwicklungen sind nur möglich, weil wir frühzeitig mit den Unternehmen, den Arbeitnehmervertretern, der Agentur für Arbeit, den Kammern und weiteren Interessensvertretern das Gespräch suchen und Handlungsstrategien ausarbeiten.

Wir arbeiten ständig daran, uns neuen Herausforderungen zu stellen und einen attraktiven Standort für etablierte und neue, für traditionelle und junge Unternehmen zu schaffen.

Ihre

Eva Weber

Eva Weber ist 2. Bürgermeisterin der Stadt Augsburg und Referentin für Wirtschaft und Finanzen. Seit Mai 2014 veröffentlicht sie eine regelmäßige Kolumne exklusiv bei Presse Augsburg.