Das neue Parkleitsystem der Stadt Augsburg ist heute in Betrieb gegangen. Am Vormittag schaltete Oberbürgermeisterin Eva Weber das erste LED-Display an der Langenmantelstraße per Tablet an und gab damit den Startschuss für das gesamte System. Das neue Parkleitsystem leitet Autofahrerinnen und Autofahrer in der Innenstadt direkt zu Parkhäusern mit freien Plätzen.

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Foto: Ruth Plössl

 

Dadurch werden der Suchverkehr und folglich auch die Schadstoffbelastung reduziert. Für Oberbürgermeisterin Eva Weber eine wichtige Maßnahme: „Wir wollen unvermeidbaren Autoverkehr umweltverträglicher machen. Wir müssen CO2- Ausstoß vermeiden, wo auch immer es möglich ist. Wenn der Suchverkehr reduziert wird, wird die Luft sauberer, davon profitieren Fußgängerinnen und Fußgänger, der Radverkehr und insbesondere das Klima.“

Weiter sagte die Oberbürgermeisterin beim Startschuss: „Die Stadt Augsburg ist die erste Stadt in Deutschland, die dieses volldynamische Informationssystem im gesamten inneren Stadtgebiet einsetzt. Damit ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Smart City getan.“

Das neue Parkleitsystem besteht aus 49 volldynamischen LED- Displays, 10 dynamischen und 60 statischen Schildern. 15 Innenstadt-Parkhäuser in vier farblich gekennzeichneten Parkzonen (Rathaus/Theater, Hauptbahnhof, Maximilianstraße, City-Galerie) sind an das System angeschlossen. Auf den LED- Displays kann auch auf große Baumaßnahmen, Sperrungen durch Veranstaltungen oder besondere Gefahrenlagen hingewiesen werden. Die LED-Technik ist außerdem sehr effizient: Die LED- Displays passen sich den Lichtverhältnissen an. Nachts strahlen sie nicht zu hell, tagsüber bleiben sie stets gut sichtbar, so sind sie sehr energiesparsam. Die Tafeln sind zudem so optimiert, dass das Licht nicht zu den Seiten hin abstrahlt.
Nach und nach soll das neue Parkleitsystem noch smarter werden: Unter anderem können auch Schnittstellen mit dem Öffentlichen Nahverkehr und der Umweltsensorik eingerichtet werden sowie Informationen zu Ladesäulen und Schwerbehindertenstellplätzen in Parkhäusern angezeigt werden.

Der Bund, der Freistaat Bayern und die Regierung von Schwaben unterstützen das Projekt mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ und Zuwendungen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden nach dem BayGVFG (Bayerisches Gemeindefinanzierungsgesetz). Damit tragen sie 90 Prozent der Gesamtkosten des Projekts.