Augsburg | Hohes Friedensfest in das Verzeichnis Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen

Keine Stadt in Deutschland hat jedes Jahr mehr Feiertage als Augsburg. Der 8.August wird nun wohl noch sehr lange als das Augsburger Hohe  Friedensfest erhalten bleiben. Dieser traditionelle Tag wurde heute in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

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Die Friedenstafel auf dem Rathausplatz gehört zu den Feierlichkeiten des Augsburger Friedensfestes | Foto: Wolfgang Czech

Zusammen mit weiteren Kulturformen ist das Augsburger Hohe  Friedensfest in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen worden. Der 8. August, an dem Augsburg das Hohe Friedensfest jedes Jahr seit 1650 feiert, ist vermutlich weltweit der einzige Feiertag, der sich nur dem Gedanken der Toleranz und des Friedens widmet. „Mit der Auszeichnung würdigt die UNESCO-Kommission eine Jahrhunderte alte Tradition, die identitätsstiftend für alle Augsburger wirkt und auch heute noch von einem breiten zivilgesellschaftlichen Engagement getragen wird“, so Kulturreferent Thomas Weitzel.

Mit dem Eintrag in das nationale Verzeichnis „leistet die Stadt Augsburg einen Beitrag zu einem öffentlichen, überregionalen Bewusstseinsprozess für das einzigartige Profil des Augsburger Hohen Friedensfestes und seines Modellcharakters hinsichtlich des friedlichen Aushandels von Konflikten auf kommunaler Ebene“, so der Kulturreferent. „Auch die vielen Ehrenamtlichen, die beim Friedensfest beteiligt sind, erfahren durch die Aufnahme in das Verzeichnis anerkennende Wertschätzung“, betont
Kulturreferent Weitzel.