Augsburg | Die „Problemzone“ Elias-Holl-Platz wird angegangen

Die Zustände am Augsburger Elias-Holl-Platz werden von Anwohner und Passanten zunehmend als schwierig beschrieben. Gruppen junger Leute treffen sich dort, trinken, unterhalten und hören (teils laut) Musik. Die Stimmung ist gerade den Anwohnern gegenüber wohl nicht immer friedlich. Gestern suchte der OB das direkte Gespräch und lud zu einem Bürgertalk ins Rathaus ein.

Buergertalk Elias Holl Platz 43
OB Dr. Gribl (Mitte) hatte zum Bürgertalk geladen. Auch das Mädchen Ida kam zu Wort. | Foto: Christoph Bruder

„Reden wir“, so das Motto des gestrigen Bürgertalks im Oberen Fletz des Augsburger Rathauses. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl hatte dorthin eingeladen, um im direkten Austausch mit den Bürgern das Thema „Elias-Holl-Platz“ anzugehen. Zu einem solchen Thema ist der Platz hinter dem Rathaus in den letzten Monaten geworden. Er hat sich statt zu einer ruhigen und angenehmen Oase im Herzen der Stadt zu einem Brennpunkt entwickelt. Anwohner schildern immer wieder größere Problem mit Gruppen junger Menschen. „Die sich dort versammeln sind mit und ohne Migratsionshintergrund“, erklärte ein Vertreter der Augsburger Polizei, um aufkeimenden Stimmungen gleich die Luft aus den Segeln zu nehmen. Besser macht dies die Situation vor Ort aber nicht.

Immer wieder wird nicht nur von lauter Musik, Alkohol- und Drogenkonsum berichtet, auch das Verhalten der Gruppen an sich bereitet Sorgen. Aggressives Verhalten gegenüber „störenden“ Anwohnern und Passanten komme immer wieder vor. „Diese Szene hat sich dort etabliert“ so Jürgen Benthele, einer der Anwohner die gekommen waren. Auch seine kleine Tochter kam beim OB zu Wort. Sie schilderte den abendlichen Lärm durch Musik und Menschen, gerade im Sommer sei dies schlimm gewesen.

Zustände, die man so auch wohl auch im Rathaus erkannt hat, und nicht weiter tolerieren will. Für das kommende Frühjahr wurde ein Konzept versprochen. Ordnungsreferent Wurm stellt in Aussicht, dass der Platz besser ausgeleuchtet würde, was den ungestörten Aufenthalt unattraktiver werden ließe. Auch ein in anderen Städten bereits erprobter Nachtmanager, der Abends Präsenz sei eine Möglichkeit. Die Polizei werde zudem häufiger vor Ort sein.

Doch auch zahlreiche der etwa 85 Bürger und der Stadtjugendring brachten Vorschläge ein, was man tun kann. Im Januar soll in Workshops das Konzept für den Elias-Holl-Platz erstellt werden, dass dann gleich zur Umsetzung gebracht werden kann.