Augsburg | Entwurf zur Änderung der Baumschutzverordnung liegt aus – Bürger können Bedenken mitteilen

Der Entwurf zur Änderung der Baumschutzverordnung im Stadtgebiet von Augsburg liegt nun aus. Er ist online sowie in den Bürgerbüros, im Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen und im Umweltreferat einsehbar. Bis 1. Oktober können Bürgerinnen und Bürger Anregungen oder Bedenken mitteilen.

Symbolbild

Wie bisher soll die Baumschutzverordnung im Stadtgebiet von Augsburg innerhalb von Ortsteilen gelten, die im Zusammenhang bebauten sind. Das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen plant allerdings einige Änderungen. Vor zwei Jahren beauftragte der Umweltausschuss der Stadt Augsburg die Verwaltung, die Baumschutzverordnung zu überarbeiten und das notwendige Verfahren zur Änderung der
Verordnung durchzuführen. In der Sitzung am 15. Juli 2019 gab der Umweltausschuss den Startschuss, das Verfahren mit dem vorgelegten Entwurf zur Änderung der Verordnung durchzuführen.

Mehr Schutz von Sträuchern vorgesehen

Danach sollen neben Bäumen künftig auch Sträucher ab einem bestimmten Stammumfang geschützt sein. Gemessen wird in einem Meter Höhe über dem Boden gemessen. Die Schutzwirkung greift bei einem Stammumfang von mehr als 80 Zentimetern oder bei mehrstämmigen Sträuchern, von denen einer der Stämme einen Umfang von mehr als 50 Zentimetern hat.Der Katalog von Bäumen und Sträuchern, die nicht durch die Verordnung geschützt sind, soll teilweise geändert werden.

„Schädigen“ als zusätzliche verbotene Handlung

Auch sollen die Verbote der Verordnung, sowie die Genehmigungs- und Anzeigepflichten in gleicher Weise für Bäume und Sträucher gelten. Zu den bisher verbotenen Handlungen wie Zerstören,Entfernen und Verändern soll neu das „Schädigen“ hinzukommen.

Änderungen sind insbesondere auch bei der Genehmigung für eine Handlung vorgesehen, die nach der Verordnung verboten ist, sowie bei den Ordnungswidrigkeiten.

Im Amtsblatt vom 23. August 2019 sowie online unter  ist die Bekanntmachung über die Auslegung der Unterlagen veröffentlicht. Dort sind auch Orte und Zeiten, an denen die Unterlagen ab sofort einsehbar sind,angegeben. Bis einschließlich 1. Oktober 2019 können der Stadt Anregungen und Bedenken dazu mitgeteilt werden. Alle eingehenden Mitteilungen werden geprüft. Das Ergebnis wird den Absendern mitgeteilt. Vorgesehen ist, dass der Augsburger Stadtrat im November über die Änderung der Verordnung entscheidet.