Augsburg erhält rund 1,5 Millionen Euro Förderung für Verkehrsleitsystem

Das anhaltende Bevölkerungswachstum in Augsburg wirkt sich auch auf das Verkehrsaufkommen in der Stadt aus. Insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten ist das innerstädtische Straßennetz immer häufiger überlastet. Dem möchte die Stadt nun durch die Ausweitung ihres dynamischen Verkehrsleitsystems entgegenwirken. Unterstützt wird sie dabei durch das Bayerische Verkehrsministerium.

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Ministerin Schreyer war im Juni in Augsburg | Foto: Czech

 

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer hat der Stadt eine Förderung in Höhe von 1,525 Millionen Euro zugesichert: „Von einer intelligenten Verkehrssteuerung profitieren alle: Autofahrerinnen und Autofahrer, die schneller durch die Stadt kommen, Anwohnerinnen und Anwohner durch weniger Lärm und nicht zuletzt die Umwelt durch weniger Schadstoffausstoß. Ich freue mich, dass wir der Stadt Augsburg durch unsere Förderung auf diesem Weg helfen können“, so die Ministerin.

Die derzeitige Steuerung der Ampelanlagen im Stadtgebiet erfolgt zum überwiegenden Teil mit lokalen verkehrsabhängigen Signalprogrammen, die nur Informationen zum Verkehrsfluss am jeweiligen Ort verarbeiten können. Diese Technik schafft es zunehmend nicht mehr, das gestiegene Verkehrsaufkommen besonders zu Spitzenzeiten ausreichend zu beeinflussen, wodurch es vermehrt zu erheblichen Verzögerungen im Verkehrsfluss, Staus und mitunter zu einem kompletten Verkehrskollaps kommt.

Eine intelligente Vernetzung der einzelnen Signalanlagen durch ein dynamisches Verkehrsleitsystem kann dieser Entwicklung entgegenwirken. Die Stadt Augsburg hat sich daher entschieden, das sich bereits auf einigen Straßen im Betrieb befindliche Steuerungs- und Informationssystem INES auf weitere Haupteinfallsstraßen auszuweiten. Dadurch sollen der Verkehr künftig gleichmäßiger auf das innerstädtische Verkehrsnetz verteilt und gleichzeitig hilfreiche Informationen über das Staugeschehen in der Stadt geliefert werden. Die Ampeln werden dafür mit automatischen Zählern, Kameras und Steuerungselementen ausgestattet und miteinander sowie mit der Verkehrsleitzentrale verbunden. Ergänzende dynamische Verkehrsschilder ermöglichen zudem eine gezielte Steuerung des Verkehrs. Durch ein Parkleitsystem sollen außerdem der Parksuchverkehr im Innenstadtbereich reduziert und die Kapazitäten der Parkhäuser maximal ausgeschöpft werden.

Die Erweiterung des Verkehrsleitsystems INES wird so die Verkehrsverhältnisse in der Stadt Augsburg nachhaltig verbessern und einen wichtigen Beitrag zu einer umweltverträglichen Verkehrsführung, einer intelligenten Vernetzung der einzelnen Verkehrsträger und zur Luftreinhaltung leisten. Insgesamt investiert die Stadt Augsburg in das System 4,271 Millionen Euro, wovon der Freistaat 1,525 Millionen Euro aus Fördermitteln des Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes übernimmt.

In den letzten fünf Jahren hat der Freistaat Bayern die Stadt Augsburg mit Zuwendungen in Höhe von rund 16 Millionen Euro bei Straßen- und Brückenbaumaßnahmen unterstützt. Insgesamt erhalten Landkreise, Städte und Gemeinden in Bayern vom Freistaat jährlich rund 250 Millionen Euro für Projekte zur Verbesserung ihrer Straßennetze. Dazu gehören neben der Verstärkung von Fahrbahnen und Brücken beispielsweise auch der Radwegebau, der verkehrssichere Umbau von Kreuzungen oder der Bau von Busspuren.