Augsburg | Geflohen, intgeriert, abgeschoben – Afghanischer Künstler soll Deutschland verlassen

 Der Musiker Ahmad Shakib Pouya hat gezeigt, wie Integration laufen soll. Aus Afghanistan geflohen integrierte er sich in Deutschland schnell. Er lernte die Sprache und arbeitet als Dolmetscher und Künstler. Sogar der Bundespräsident sieht in als Vorbild an und hatte ihn deshalb zu sich eingeladen. Nun soll er am 22.Dezember abgeschoben werden.

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Ahmad Shakib Pouya

 

Der gebürtige Afghane Ahmad Shakib Pouya hatte vor rund sechs Jahren keine andere Möglichkeit mehr gesehen, als seine Heimat zu verlassen. Nach seiner Ausbildung als eine Ausbildung Krankenpfleger und  Zahnarzt war er in Kabul in einem französischen Krankenhaus tätig gewesen. Durch seine liberale, pro-westliche Einstellung machte er sich für die Taliban verdächtig. Seine Situation wurde immer prekärer. Am Ende sah er keine andere Möglichkeit, als aus Afghanistan zu fliehen. 

Er lebt nun schon seit gut sechs Jahren in Deutschland und spricht die Sprache ausgezeichnet. Gemeldet ist Pouya in Augsburg. Dort brachte sich der begabte Musiker bald in die Kunst– und Kulturszene ein – als Sänger einer von ihm gegründeten Band, als Künstler bei der Gestaltung und Inneneinrichtung des Grandhotel Cosmopolis oder als Schauspieler beim Jungen Theater Augsburg. Im Sommer 2015 gab es eine weitere entscheidende Wende in Pouyas Leben. Er wurde Mitglied im Ensemble der Zuflucht-Kultur-Produktion ZAIDE. EINE FLUCHT., die im August 2015 in Kooperation mit dem Theater Augsburg und dem Augsburger Hohen Friedensfest Premiere hatte. Er übernahm in dem Stück eine der Hauptrollen, Gomatz, und komponierte auch das Eröffnungslied für diese ungewöhnliche Mozart-Inszenierung.