Augsburg | Hessing Kliniken bekommen einen siebten hochmodernen OP

Ab sofort beginnt ein weiteres Großbau-Projekt der Hessing Stiftung. Nach dem Spatenstich zur baulichen Erweiterung des Hessing Förderzentrums für Kinder und Jugendliche im Dezember 2018, startet nun der Bau eines neuen OPs für die orthopädische Fachklinik.

2019 04 30 Spatensich Neuer Op – 14
(von links nach rechts): Leiter der Hessing orthopädischen Fachklinik Thilo Bausback, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. Stephan Vogt, Bürgermeisterin Eva Weber, Stiftungsdirektor Markus Funk, Architekt Armin Allmendinger leiten den Baubeginn des neuen siebten OPs der Hessing Kliniken ein.

 

Der Wirtschaftshof der orthopädischen Fachklinik der Hessing Stiftung ist künftig überbaut. Mit dem Baubeginn im Sommer wird ein 3.190 Kubikmeter-großer Baukörper auf acht Stahlbetonstützen zu je 60cm Durchmesser aufgesetzt und über die Einfahrt gebaut. Dieser Baukörper ist das zu Hause des neuen OP mit einer OP-Fläche von rund 200 Quadratmetern und einer Gesamtraumfläche von ca. 516 Quadratmetern. Diese Struktur auf Stelzen war die Grundvoraussetzung für das umfangreiche Projekt, da so gewährleistet wird, dass der Wirtschaftshof weiterhin uneingeschränkt genutzt werden kann.

3. Mio Euro werden investiert

Rund 3.000.000 Euro betragen die Investitionskosten insgesamt. 1.000.000 Euro trägt die Hessing Stiftung selbst und 2.000.000 Euro übernimmt die Regierung von Schwaben gemäß Art. 11 BayKrG des Regierungskontingentes 2019. Dies entspricht der höchstmöglichen Fördersumme. Der Anbau des siebten OPs verlängert den bestehenden OP-Bereich um weitere 17 Meter und fügt sich perfekt in bestehende Abläufe ein.

„Der Entscheidung für den Bau eines weiteren OPs ist eine umfangreiche Simulation und Analyse vorangegangen bei der alle beteiligten Fachabteilungen mitgewirkt haben. Als innovatives Traditionsunternehmen, das für ausgezeichnete medizinische Qualität steht, verbessern wir konstant unsere Abläufe. Für unsere Patienten und Mitarbeiter bedeutet die Erweiterung eine weitere Zunahme der Versorgungsqualität“, erklärt Thilo Bausback, Leiter der orthopädischen Fachklinik der Hessing Stiftung. „Die Analyse ergab, dass wir in den kommenden Jahren mehr Platz im OP-Bereich für komplexe Eingriffe  benötigen werden, um unter anderem Wartezeiten der Patienten zu verkürzen und mehr Lagerfläche zu erhalten,“ so der Klinikleiter.

Bis zum Frühjahr 2020 soll der neue hochmoderne OP fertigstellt sein. In Betonbauweise hergestellt und im Innenausbau in Leichtbauweise ausgebaut, bietet er unter anderem Platz für weitere Vorbereitungsräume für Mitarbeiter,  Instrumente und Sterilgut. Der OP wird nach den höchsten Hygieneanforderungen, der Raumklasse 1a, gebaut und ist bewusst flexibel nutzbar.

Neuer OP für alle Fachdisziplinen geeignet

„Mit unseren sechs hochspezialisierten orthopädischen Fachbereichen, zu denen die Wirbelsäulenchirurgie und die zertifizierten Endoprothetik- und Fußzentren gehören, verändern sich je nach Eingriff die Anforderungen an die OP-Umgebu

ng. Der neue OP kann von allen Fachdisziplinen perfekt an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden,“ erläutert Thilo Bausback.

So können zum Beispiel die Beleuchtungsvarianten je nach Operationsanforderung in der Helligkeit und Farbigkeit individuell eingestellt werden. Außerdem ermöglicht eine Videoanlage die Fern- und Liveübertragung von Operationen, was Ärztinnen und Ärzten als Aus- und Weiterbildungswerkzeug erheblich zu Gute kommt. Die medizintechnische Ausstattung entspricht den europaweit führenden Standards. Die komplett verzahnte OP-Einheit der Hessing Kliniken beträgt mit Abschluss der Bauarbeiten etwa 1.870 Quadratmeter.