Augsburg-Karolinenstraße | Giebel des Brandhauses wird kontrolliert zum Einsturz gebracht

Im Zuge der Brandlöschung des Hauses Nr. 15 in der Karolinenstraße besteht nach wie vor eine so genannte Sicherheitslage. Grund dafür ist der Giebel des Hauses. Er weist mehrere Risse auf und ist einsturzgefährdet. Dadurch besteht auch für das Nachbarobjekt Haus Nr. 13 eine Gefahr. Auf Anraten des städtischen Bauordnungsamtes und des Technischen Hilfswerks hat der Krisenstab der Stadt beschlossen, den Hausgiebel umgehend kontrolliert in die Brandruine einstürzen zu lassen.

Karolinenstrasse
Foto: Dominik Mesch

Sollten es die Umstände erlauben, werden dabei auch noch kleinere Teile des beschädigten Dachstuhls mit abgebrochen. Seitens des Hauseigentümers besteht Einverständnis mit diesem Vorgehen.

Die kontrollierte Abbruchaktion wird noch heute Abend von der Feuerwehr und dem THW sowie einem externen Abbruchunternehmen vorbereitet. Sollten es die Beleuchtungsverhältnisse erlauben, fällt der Giebel entweder noch in dieser Nacht, spätestens in den sehr frühen Morgenstunden. Dazu wird mit einem Autokran und anderen

Einsatzgeräten erneut schweres technisches Gerät in der Karolinenstraße aktiviert. Dies und die anstehenden Arbeiten verursachen Lärm. Die Stadt Augsburg bittet daher alle Anwohnerinnen und Anwohner einmal mehr um Verständnis.

„Für die Stadt Augsburg geht es darum, eine bestehende Sicherheitslage gezielt, schnell und professionell zu bewältigen. Daher haben wir uns für den kontrollierten Giebeleinsturz

entschieden. Wenn dies erfolgt ist, wird die Lage und das weitere Vorgehen neu bewertet“, so Ordnungsreferent Frank Pintsch. Solange der Abbruch vorbereitet wird, besteht Gelegenheit, dass die in der Karolinenstraße abgestellten Fahrräder und E-Roller abgeholt werden. Die Stadt appelliert an alle Besitzerinnen und Besitzer, ihre fahrbaren Untersätze noch zu entfernen.

Sperrung der Karolinenstraße bleibt noch bestehen

Im Bereich der Karolinenstraße hat die Stadt Augsburg eine Sperrzone eingerichtet und dazu eine Allgemeinverfügung erlassen und jetzt verlängert. Die Sperrzone bezieht sich auf den Bereich der Passage von der Karolinenstraße zur Steingasse und umfasst auch die Bürgersteige und damit alle Verkehrsflächen. Der genannte Bereich bleibt bis Dienstag, 14.