Für den FC Augsburg hieß es im heutigen letzten Gruppenspiel der UEFA Europa League alles oder nichts. Bei Partizan Belgrad musste ein hoher Sieg her, wenn man sich nicht bereits verabschieden wollte. Den Fuggerstädtern gelang nach einer starken Leistung am Ende tatsächlich die Sensation. Mit 3:1 schafften sie genau das benötigte Ergebnis. fca_europa

Nach unnötigen Heimniederlagen gegen Bilbao und Belgrad war die Ausgangslage für den FC Augsburg vor der heutigen Partie bei Partizan klar.Wenn man auch im neuen Jahr noch auf der internationalen Bühne vertreten sein wollte, muste ein hoher Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied her. Nur so konnte der direkte Vergleich mit den Serben gewonnen werden.

FCA-Coach Markus Weinzierl stellte im Vergleich zum Sieg in Köln deutlich offensiver auf und tauschte sein Personal auf fünf Positionen aus. Raul Bobadilla, der beste Torschütze der Fuggerstädter, war aber mit von der Partie und stellte sich trotz Sprunkgelenksproblemen in den Dienst der Mannschaft. Er war es auch, der in der 7. Spielminute den ersten gefährlichen Schuss von der Strafraumgrenze in Richtung des Partizan-Tores schoss. Der FCA war das spielbestimmende Team in der Anfangsphase. Er suchte sein Heil im Angriff. Das dies ein gefährliches Spiel ist, mussten sie nach gut zehn Minuten registrieren. Matavz verlor weit in der gegnerischen Hälfte den Ball, ein langer Pass von Babovic und Oumarou machte sich alleine auf den Weg Richtung Marwin Hitz. Diese Gelegenheit lässt sich ein Torjäger seiner Klasse natürlich nicht nehmen. Mit einem platzierten Flachschuss erzielte er die Führung für die Gastgeber. Doch an der Ausgangslage änderte dies nichts. Drei eigene Tore und kein weiteres Gegentor und die Schwaben waren in der K.O.-Phase vertreten.

Der eingewechselte Hong setzte zum 1:1 an. | Foto: Wolfgang Czech
Der eingewechselte Hong setzte zum 1:1 an. | Foto: Wolfgang Czech

In der Folge hatte allerdings der serbische Rekordmeister das Spiel im Griff. Diszipliniert ließen sie den FCA kommen, der sich ein ums  andere Mal fest lief. Doch ein ruhender Ball brachte dann kurz vor der Pause doch noch den Ausgleich. Callsen-Bracker war von Ninkovic rotwürdig gefoult worden und musste mit einer Sprunggelenksverletzung in die Kabine. Der italienische Schiedsrichter Paolo Tagliavento bedachte den serbischen U21-Nationalspieler für das brutale Einsteigen nur mit der Gelben Karte, für die richtige Strafe sorgten die Rot-grün-weißen selbst. In der wegen der Verletzungspause gewährten Zusatzschicht flankte Trochowski eine Freistossflanke scharf in den Strafraum und  Callsen-Bracker-Ersatz Hong konnte Zivkovic per Kopf überwinden.