Bei der Staatsanwaltschaft Augsburg ist ein umfangreicher Verfahrenskomplex gegen derzeit 11 Beschuldigte wegen des Verdachts auf Vorenthalten und Veruntreuen von Sozialversicherungsbeiträgen im besonders schweren Fall im Bewachungs- bzw. Sicherheitsgewerbe anhängig.

In diesem Verfahren sind heute 24 Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse des
Amtsgerichts Augsburg in Bayern und Nordrhein/Westfalen vollzogen worden. Dabei waren 150 Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Augsburg sowie weitere Beschäftigte des Hauptzollamts Krefeld, der Zollfahndung München sowie Spezialeinsatzkräfte des Zolls und der bayerischen Polizei im Einsatz. Vor Ort waren zudem drei Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Augsburg.

Gegen vier Beschuldigte, welche aufgrund von Haftbefehlen des Amtsgerichts
Augsburg festgenommen werden konnten, besteht unter anderem der dringende
Tatverdacht, dass sie mit Hilfe von Schein- bzw. Abdeckrechnungen Geld für die
Bezahlung von Schwarzlohn an geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer generiert
haben.

Durch die Gründung von Servicefirmen sollten dabei, neben der Erstellung
von Schein- bzw. Abdeckrechnungen, die tatsächlichen Beschäftigungsverhältnisse
der Arbeitnehmer verschleiert werden, dies ist strafbar als Vorenthalten und
Ver-untreuen von Arbeitsentgelt im besonders schweren Fall, da sich die
Beschuldigten zu einer Bande zusammengeschlossen haben.

Zur Vorbereitung von Vermögensabschöpfungsmaßnahmen wurden vom Amtsgericht
Augsburg Arrestanordnungen über Vermögenswerte in Höhe von rund 1,2 Millionen EUR erlassen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde im Rahmen der Durchsuchungen Bargeld und Gold in Höhe von knapp 150.000,00 EUR sichergestellt.

Um die weiteren, noch andauernden Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen, können im Augenblick keine weiteren Angaben zum Sachverhalt gemacht werden.

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