Augsburg, Nürnberg und München wollen Kooperation bei Digitalisierung weiter ausbauen

Bei ihrem zweiten Treffen in Nürnberg vereinbarten IT-Referent Harald Riedel, Augsburgs Stadtdirektor Frank Pintsch und Münchens IT-Referent Thomas Bönig, bei ausgewählten Projekten – etwa der Umsetzung des Online-Zugangs-Gesetzes (OZG) – zu kooperieren und den gemeinsamen Auftritt nach außen zu stärken. Für die interkommunale Kooperation sind vier Treffen pro Jahr vereinbart.philosoph-precht-will-25-prozent-steuer-auf-online-shopping-1 Augsburg, Nürnberg und München wollen Kooperation bei Digitalisierung weiter ausbauen Augsburg Stadt Bayern News Politik Augsburg Digitalisierung München Nürnberg Verwaltung | Presse Augsburg

Unterstützung von Kommunen in Berlin

Auch Vertreter des Bayerischen Staatsministerium für Digitales sowie aus dem Referat für Grundsatzfragen, IT-Strategie und IT-Recht, Open Data nahmen an dem Treffen teil. Ihr Ziel ist der enge Austausch mit den Kommunen beim OZG und die Stärkung der Kommunen in Berlin. Die konzeptionelle Einbindung in Strategiepapiere zu Themen wie „Künstliche Intelligenz“ steht ebenso auf der Agenda, wie die Nachnutzung der erarbeiteten Ergebnisse von möglichst vielen weiteren Städten und Gemeinden in Bayern. Beim nächsten Treffen im Februar in Augsburg sind die Vertreter des Freistaats ebenfalls wieder mit dabei.

Mit der Digitalisierung ändern sich in den Kommunen Grundprinzipien des Verwaltungshandelns. Zur Maxime der Rechtssicherheit kommt jetzt der Faktor Schnelligkeit bei der Umsetzung neuer Angebote hinzu. „Geschwindigkeit ist für die erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung in den Kommunen der entscheidende Faktor. Vor allem bei der Entwicklung von Online-Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger muss darauf geachtet werden, dass diese ansprechend und einfach dargeboten werden“, so Thomas Bönig.

Arbeitsteilung bei Projekt-Umsetzung unabdingbar

Augsburgs Stadtdirektor Frank Pintsch bekräftigt dies: „Wir wollen keine Bürokratie-online-Darbietung, bei der die Menschen erst über Umwege auf ein pdf-Formular gelangen, das Sie dann schlimmstenfalls auch noch ausdrucken und per Post ins Bürgeramt senden müssen.“ Er sieht in der Bündelung der Kapazitäten und Energie der drei größten Städte im Freistaat den entscheidenden Erfolgsfaktor. Gerade bei der relativ kurzfristigen Umsetzung des Online-Zugang-Gesetzes (OZG), sei ein arbeitsteiliges Vorgehen der Städte schier unumgänglich, so Pintsch.

Schon in einem Jahr soll im Rahmen der OZG-Umsetzung ein Katalog an Dienstleistungen verbindlich online zur Verfügung stehen.„Wir müssen die interkommunale Zusammenarbeit anders als bislang praktizieren und im Sinne einer Standardisierung die ein oder andere Freiheit der kommunalen Selbstverwaltung hintanstellen“, resümiert Nürnbergs IT-Referent Harald Riedel.