Auch im Laufe dieser Woche kam es im Stadtgebiet Augsburg wieder zu mehreren betrügerischen Anrufen. Nach aktuellem Stand war keiner der Anrufe erfolgreich. Die Angerufenen erkannten den Betrugsversuch und es kam zu keinem Beuteschaden.

Ein Fall von letzter Woche ist hierbei besonders hervorzuheben:

Am Donnerstag (17.11.2022) erhielt ein 79-jähriger Augsburger einen so genannten Schockanruf. Bei ihm meldete sich eine weibliche Person, die sich als Polizeibeamtin ausgab. In diesem Fall wurde dem Mann ein schwerer Verkehrsunfall vorgetäuscht, den eine nahe Verwandte des 79-Jährigen verursacht habe. Um zu verhindern, dass die Verwandte im Gefängnis lande, müsse der 79-Jährige nun eine Kaution zahlen. Der Angerufene erkannte den Betrugsversuch und informierte über ein anderes Telefon die Polizei. Im Anschluss täuschte der 79-Jährige dem Anrufer vor, auf die Geldzahlung einzugehen. Aufgrund dessen konnte in der Augsburger Innenstadt gegen 13:00 Uhr ein 43-jähriger Mann festgenommen werden, welcher das Geld abholen wollte. Der 43-Jährige wurde vorläufig festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Folgetag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl gegen den 43-Jährigen und setzte diesen in Vollzug.

Die Festnahme des Abholers gelang in diesem Fall vor allem aufgrund des engagierten Verhaltens des 79-jährigen „Opfers“, das perfekt mitspielte und den Spieß umdrehte.

Generelle Tipps zum Verhalten bei Schockanrufen:

  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert und übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie doch Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Weitere Tipps und Tricks finden Sie auch unter www.polizei-beratung.de

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