Augsburg setzt ein Zeichen gegen den Menschenhandel

„Die Würde es Menschen ist unantastbar!“ Der Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland war die Grundlage für den Aktionstag am 17. Oktober 2015, der von der Arbeitsgruppe „Augsburger/Innen gegen Menschenhandel“ auf dem Rathausplatz in Augsburg veranstaltet wurde und unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl stand. 20151016-Solwodi-Fachveranstaltung-Augsburg-8343 Augsburg setzt ein Zeichen gegen den Menschenhandel News Politik Augsburg Menschenhandel Walk of Freedom | Presse Augsburg

Die Arbeitsgruppe wies darauf hin, dass auch im 21. Jahrhundert noch Millionen Menschen weltweit Opfer moderner Sklaverei sind. In ihrer Rede bei der Kundgebung machte Bürgermeisterin Eva Weber deutlich: „Es ist wichtig, dass die Augsburger Zeichen gegen Menschen- und Frauenhandel setzen!“. Rund 200 Teilnehmer sind diesem Aufruf gefolgt und haben durch einen „Walk for Freedom“ durch die Innenstadt von Augsburg ihre Stimme gegen den Menschenhandel erhoben und ihre Solidarität mit all den Menschen gezeigt, die unter Menschenhandel zu leiden haben.

Stadtdekan Helmut Haug, der Bundestagsabgeordnete Dr. Volker Ullrich und Soni Unterreithmeier von SOLWODI berichteten aus ihren persönlichen Erfahrungen und gaben eine Stellungnahme ab. Durch die Grundsatzrede von Frau Dr. Pia Haertinger wurde klar, dass die Gesetzeslage in Deutschland für Prostituierte höchst problematisch und die Grundlage für den andauernden Menschenhandel ist. Menschenhandel wird dadurch erleichtert und ist strafrechtlich nur sehr schwer zu verfolgen.

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Am Abend wurde im Rathaus die Ausstellung „Vergessen im Menschenwald“ eröffnet. Klaus Engelmohr, Initiator und Leiter der Arbeitsgruppe „Augsburger/Innen gegen Menschenhandel“, begrüßte den Stadtrat Herrn Andreas Jäckel und die Künstlerin Marion Leonie Pfeifer. Herr Jäckel fand deutliche Worte zu der Tatsache, dass so viele Männer die Dienste von Prostituierten in Anspruch nehmen und dadurch den Menschenhandel unterstützen: „Es ist schwierig als Mann darüber zu reden, ohne sich schämen zu müssen!“ Die Augsburger Bürger können sich noch bis 2. November im Rathaus im Unteren Fletz durch diese Fotoausstellung einen Eindruck über die Situation von Prostituierten verschaffen.