Augsburg stellt Lizenzantrag – Panther-Profis sind bereit, zur Not auf ein Viertel des Einkommens zu verzichten

Alle 14 Clubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben ihre Unterlagen für das Lizenzierungsverfahren für die Saison 2020/21 bei der Ligagesellschaft eingereicht. Stichtag war der 24.05. für die Abgabe der Unterlagen. Im Vorfeld waren die Spieler zu teils zu erheblichen Zugeständnissen beim Einkommen bereit.20190124 Aev Deg 15

Mit der neuen Spielzeit wird der Auf- und Abstieg zwischen den ersten beiden Profiligen DEL und DEL2 wieder eingeführt. Der Lizenzantrag für den sportlichen Aufstieg in die DEL zur Saison 2021/2022 musste ebenfalls bis zum 24. Mai 2020 abgegeben werden. Mit den Löwen Frankfurt, den EC Kassel Huskies und den Bietigheim Steelers gibt es drei DEL2-Clubs, die ihre Unterlagen fristgerecht eingereicht haben. Die Frankfurter haben sich zudem als Nachrücker für die Saison 20/21 beworben.

Spieler verzichten auf 25 Prozent ihres Einkommens

Im Vorfeld haben wohl eine Vielzahl der Profispieler enormen Einschränkungen bei ihrem Einkommen zugestimmt. 25 Prozent des vertraglich fixierten Entgelts kommt demnach erst zur Auszahlung, wenn das jeweilige Team nach der kommenden Saison seine wirtschaftlichen Ziele des Vorjahres wieder erreicht hat.  Auch alle Profis der Augsburger Panther haben dieser neuen Vertragsklausel zugestimmt. Diese Änderung ist durch die Folgen der Coronakrise notwendig geworden.

Noch gibt es wirtschaftliche Fragezeichen

Aktuell kann noch keiner verbindlich zusagen, wann die Saison 2020/2021 starten kann bzw. wann wieder Zuschauer in die Arenen können. Die Fans sind beim Eishockey, im Gegensatz zum Fußball, aber ein sehr erheblicher Faktor auf der Einnahmenseite. Den Clubs fließt ein hoher Teil ihres Etats durch Ticket- und Fanartikelverkäufe zu. Geisterspiele, wie sie aktuell bereits im Fußballl und bald im Basketball zu sehen sind, sind in der DEL deshalbs sehr unwahrscheinlich.

Auch auf der Sponsorenseite gibt es noch einige unklare Positionen. Zwar haben viele der Geldgeber des AEV zugesagt, die Panther weiter unterstützen zu wollen, in welchem Umfang sie das können bleibt aber abzuwarten. Bei vielen Unternehmen hängt dies wohl davon ab, wie man die Coronazeit wirtschaftlich übersteht. In der Geschäftsstelle beim Curt-Frenzel-Stadion ist man aber trotz aller Fragezeichen sicher, einen soliden Lizenzantrag gestellt zu haben, der so auch genehmigt wird.