Augsburg | Trickbetrüger unterwegs und am Telefon

Vorsicht Betrüger sind unterwegs und am Telefon aktiv. Hier wieder einmal 
 drei Fälle in denen sie letzendlich erfolgreich waren:
 
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Spickel – Am vergangenen Montag (19.10.2020) ist eine Seniorin auf eine vermeintliche Gewinnmitteilung hereingefallen. Ihr wurde zunächst telefonisch mitgeteilt, dass sie 97.000 Euro gewonnen habe. Bei weiteren Anrufen des männlichen hochdeutsch sprechenden Täters konnte die über 80-jährige Frau dann überredet werden, mittels zwei Überweisungen knapp 4.000 Euro in den Kosovo zu transferieren, die nun vermutlich nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Haunstetten – Das Opfer eines Love-Scamming-Betrügers hat sich gestern der Polizei anvertraut. Die Geschädigte lernte Ende August über eine Chatplattform einen Mann kennen. Dieser gab an, dass er als US-Soldat in Kabul stationiert sei. Die Beiden schrieben mehrere Wochen über verschiedene Messenger-Dienste miteinander, wobei der vermeintliche US-Soldat vortäuschte, dass er mit der Geschädigten in Deutschland ein neues Leben beginnen möchte. Er habe in Afghanistan von einem König 15 kg Gold geschenkt bekommen, da er dessen Mutter vor Entführern gerettet habe. Nun sei er in Gambia vom dortigen Zoll mit dem Gold angehalten worden. Er müsste nun rund 10.000 Euro an Zollgebühren zahlen, sonst könne er nicht weiterfliegen. Die gutgläubige Verliebte überwies ihm darauf insgesamt 2.000 Euro. Die Überweisung des Restgeldes scheiterte mangels Kontodeckung und konnte zum Glück nicht ausgeführt werden.

Hinweise und Tipps zum Schutz vor derartigen Betrugsmaschen finden sich auch unter: www.polizei-beratung.de

Innenstadt – Eine 85-Jährige wurde gestern (20.10.2020) Nachmittag gegen 14.00 Uhr im Treppenhaus ihrer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Reischlestraße von zwei Männern angesprochen, die sich als Polizeibeamte (mit vermutl. falschem Dienstausweis) ausgaben. Die beiden Männer erzählten der Seniorin, dass in unmittelbarer Nähe nach einem Einbrecher gefahndet wird, der auf der Flucht sei, nachdem zwei Komplizen festgenommen worden seien. Die Rentnerin schenkte dem jedoch keinen Glauben und wollte ihnen den Zutritt in ihre Wohnung verweigern. Einer der Männer verwickelte die Frau jedoch in ein Gespräch, während der andere offenbar bewusst mehrere Gegenstände in der Wohnung in Unordnung brachte, zum Beweis, dass sich der angebliche Einbrecher schon in der Wohnung befand und diese nach Wertgegenständen durchsucht hat. Im Anschluss ließen sich die beiden falschen Polizeibeamten noch in der Wohnung herumführen und wollten dabei auch Wertgegenstände sehen, was die clevere Seniorin allerdings beharrlich verweigerte.