Augsburg | Umweltausschuss lehnt Freilauffläche für Hunde sowie Prüfung der Leinenpflicht ab

In seiner Sitzung am vergangenen Montag hat der Umweltausschuss der Stadt Augsburg die Beschlussvorlage „Freilaufflächen für Hunde am Südende des Siebentischparks und Einführung einer Leinenpflicht im Naturschutzgebiet Stadtwald Augsburg“ mit sechs gegen fünf Stimmen abgelehnt.

Entschieden wurde darüber, ob das Amt für Grünordnung,Naturschutz und Friedhofswesen beauftragt wird, eine Freilauffläche für Hunde am Südende des Siebentischparks probeweise für zwei Jahre einzurichten und nach der Probephase erneut zu prüfen, ob ein Anleinen von Hunden im Naturschutzgebiet Stadtwald erforderlich ist.

Umweltreferent Reiner Erben nimmt Stellung

„Mit der Freilauffläche wollten wir ein zusätzliches Angebot schaffen. Von Bürgerinnen und Bürgern vor allem in Hochzoll, Pfersee und Kriegshaber wurde in den Stadtteilgesprächen
vermehrt der Wunsch nach einer Freilauffläche geäußert. Die Diskussion um eine Leinenpflicht ist nicht neu. Immer mehr Menschen nutzen unsere Grünflächen und Parkanlagen. Auch durch den hohen Freizeitdruck und den Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger, spazieren zu gehen, Fahrrad zu fahren, zu joggen oder mit ihren Hunden Gassi zu gehen kommt es leider vermehrt zu Nutzungskonflikten. Als zuständiger Referent erlebe ich beide Seiten, die sich bei der Stadt Augsburg beschweren“, so der Referent.

Wie Erben weiter ausführt, „nimmt die Zahl der Hunde in Augsburg zu: Waren es 2015 noch 7.890,stieg die Zahl bis Ende 2018 auf 8.472 Hunde. 572 Haushalte in Augsburg besitzen mehr als einen Hund. Hinzu kommen Hundebesitzerinnen und -besitzer aus unseren Nachbarstädten. So gilt etwa in Königsbrunn in städtischen Grünanlagen die Leinenpflicht. Als Naturschutz-Referent muss ich mich für die Bewahrung unserer Natur einsetzen. Der Stadtwald ist Naturschutzgebiet. Bereits jetzt gilt hier: Hunde freiwillig an die Leine und Kot wieder mitnehmen“, so Reiner Erben, Referent für Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration.

Erben sicherte im Anschluss zu, die Diskussion über Pro und Contra der Leinenpflicht mit der Stadtgesellschaft, den Naturschutzverbänden und der Stadtverwaltung mit dem Ziel zu
führen, weiter nach tragfähigen Lösungen für die Verbesserung des Naturschutzes zu suchen.