Augsburg und Ingolstadt werden Teil im bayerischen Kompetenznetzwerk „Künstliche maschinelle Intelligenz“

Der Bayerische Ministerrat hat heute bei seiner Sitzung in der Technischen Universität München weitreichende Beschlüsse für alle Regionen Bayerns zum Zukunftsthema Digitalisierung gefasst. So soll unter anderem ein Kompetenznetzwerk „Künstliche maschinelle Intelligenz“ gebildet werden. Die Hochschulen in Ingolstadt und Augsburg werden dabei mehr oder weniger stark eingebunden sein.

artificial-intelligence-3382507_1280-1 Augsburg und Ingolstadt werden Teil im bayerischen Kompetenznetzwerk „Künstliche maschinelle Intelligenz“ Augsburg Stadt News Newsletter Politik Frauenhofer Hochschule Augsburg Hochschule Ingolstadt Kabinett Künstliche Inteligenz Markus Söder Technische Universität München TU München | Presse Augsburg
Symbolbild

 

Der Freistaat Bayern treibt die Zukunftsinitiative für Künstliche Intelligenz massiv voran. Das Kompetenznetzwerk „Künstliche maschinelle Intelligenz“ mit Standorten in München, Erlangen, Würzburg, Augsburg, Bayreuth, Ingolstadt, Weiden bildet das Herzstück. Das Maßnahmenpaket zum Ausbau wissenschaftlicher KI-Kompetenzen steht auf drei Säulen. Dabei stehen die Stärkung von KI-Kompetenzen an bayerischen Hochschulen, der Auf- und Ausbau eines landesweiten KI-Kompetenzverbundes außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, sowie der Aufbau eines vernetzten „BRAIN-Campus“ (Bavarian Research in Artificial Intelligence Network-Campus) im Großraum München auf dem Plan.

Die Maßnahmen im Detail

Stärkung von KI-Kompetenzen an bayerischen Hochschulen

  • Einrichtung je 6 neuer Professuren und je 4 Nachwuchsgruppen an den Universitäten in München (LMU und TUM) und Würzburg; Forschungsneubau am Standort Würzburg.
  • Ansiedlung eines neuen „Kompetenzzentrums für Artificial Intelligence und Robotik (KAIRO)“ in Würzburg als Serviceeinrichtung für alle HAWs; 4 zusätzliche Professuren.
  •   Erweiterung der Forschungsflächen der Munich School of Robotics and Machine Intelligence.
  • Stärkung von KI in der Medizin; u.a. 3 neue Professuren und 2 Nachwuchsgruppen; Vernetzung mit der „Genomischen Medizin“ (Schwerpunkte Seltene Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen).
  • Ausweitung des Konzepts Digitaler Campus der OTH Amberg-Weiden; Einrichtung von 4 zusätzlichen Professuren; Weiterentwicklung des Denkwelt-Projekts in Weiherhammer/Halmesricht von einem überbetrieblichen Bildungszentrum zu einem KI-Zentrum für Infrastruktur, Forschung, Innovation und Ausbildung.
  • Forschungszentrum „Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen“ in Ingolstadt unter Beteiligung der der THI; Einrichtung von 5 Professuren als Anschub.
  • Einrichtung eines Munich Center for Human Development of Digital Systems (Forschung zum Thema Interaktion von Menschen und digitalen Systemen).

 Auf- und Ausbau eines landesweiten KI-Kompetenzverbundes außeruniversitärer Forschungseinrichtungen

  • Leuchtturm: Aufbau eines neuen Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme am Standort München; Neubau eines Institutsgebäudes auf dem Forschungscampus Garching.
  • Ausbau Fraunhofer AISEC in Garching (Thema Kognitive Sicherheit).
  •  Ausbau der KI-Aktivitäten am Fraunhofer-IIS in Erlangen/Nürnberg (Verknüpfung Signalverarbeitung und Maschinelle Intelligenz); Forschungsinitiative „Campus der Sinne“ in Kooperation mit der FAU zum Ausbau der Kompetenzen zur maschinellen Erfassung und Interpretation menschlicher Sinneswahrnehmungen.
  • Ausbau Fraunhofer-Forschung Wirtschaftsinformatik in Augsburg und Bayreuth (u.a. Thema „Blockchain“); Neubau in Bayreuth geplant.
  •  Aufbau neues Fraunhofer-Anwendungszentrum „Vernetzte Mobilität und Infrastruktur“ in Ingolstadt.
  •  Aufbau neuer Themenfelder am Zentrum für Telematik in Würzburg.
  • Kooperation mit weiteren Forschungseinrichtungen (fortiss und Institut für Rundfunktechnik in München).

Aufbau eines vernetzten „BRAIN-Campus“ (Bavarian Research in Artificial Intelligence Network-Campus) im Großraum München

Am Standort München wird mit dem „BRAIN-Campus“ ein neuer Spitzenforschungs-Campus im Bereich Digitalisierung entstehen. Ziel ist es, bestehende und neue Forschungseinrichtungen (LRZ, LMU- und TUM-Forschungseinheiten, MSRM, Munich Center for Human Development of Digital Systems, fortiss und Fraunhofer-Gruppen) miteinander zu verknüpfen und international sichtbar zu machen.

„Künstliche Intelligenz ist die Schlüsselstrategie der Zukunft. Wenn Bayern weiterhin erfolgreich sein soll, dann muss es mit künstlicher maschineller Intelligenz zukünftig seine gesamte Industrie verstärken. Deswegen starten wir mit enormem Einsatz eine neue künstliche Intelligenz-Strategie. Bayern soll weltweit eine der führenden Regionen für künstliche maschinelle Intelligenz werden.“, so Ministerpräsident Söder.

Für das Kompetenznetzwerk stehen in den nächsten fünf Jahren rund 280 Millionen Euro Finanzmittel und 95 Stellen bereit.