Nach der Satzung war der Verein angetreten um gutes zu tun. Bei der Kinderkrebshilfe Bayern kam es aber zu Unregelmässigkeiten. Zwei Vorstandsmitglieder sollen Spenden veruntreut haben. Der Schaden soll im sechsstelligen Bereich liegen.

Symbolbild| Foto: Wolfgang Czech

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Mitglieder (weiblich, 49 Jahre und männlich, 38 Jahre) des Vorstandes der Kinderkrebshilfe Bayern e.V. wegen Betrugs und Untreue, jeweils gewerbsmäßig begangen, zum Landgericht Augsburg erhoben.

Den Angeklagten wird zur Last gelegt, in 152 (der Angeklagte) bzw. 80 Fällen (die Angeklagte) Fällen in der Zeit vom Januar 2016 bis Oktober 2017 Spender über die Verwendung der Gelder zur Unterstützung krebskranker Kinder getäuscht zu haben und für den Verein i.H.v. insgesamt über 160.000 EUR entgegengenommen zu haben, um sie entgegen dem satzungsgemäßen Vereinszweck für sich zu verwenden.

Zudem sollen die Angeklagten in der Zeit von Juli 2015 bis April 2017 in 87 Fällen (der Angeklagte) bzw. 59 Fällen (die Angeklagte) Überweisungen vom Konto des Förderverein in Höhe von insgesamt über 130.000 EUR für eigene Zwecke vorgenommen haben.

Das Strafgesetzbuch sieht für Betrug und Untreue jeweils Freiheitsstrafe von einem Monat bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor. Bei gewerbsmäßiger Begehung erhöht sich der Strafrahmen auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.