Der bayerische Ministerrat hat heute auf Initiative von Wissenschaftsminister Bernd Sibler die Einrichtung des Studiengangs Hebammenkunde in Augsburg beschlossen.1795C4E0 6261 47A8 B87F 2E351Ee0Bc41

Hebammen leisten einen wertvollen Dienst für junge Familien. Die Staatsregierung bautdeshalb die akademische Hebammenausbildung konsequent weiter aus. In Bayern wurden in den vergangenen Jahren mehrere neue Standorte für die akademische Hebammenausbildung etabliert. Nun weitet der Freistaat die Angebote in einer dritten Stufe nochmals aus. Mit dem Aufbau von zwei neuen Standorten an der Technischen Hochschule Aschaffenburg und an der Universität Augsburg verbessert die Staatsregierung dauerhaft die flächendeckende Versorgung von Familien und Müttern mit Hebammen noch weiter. Die damit insgesamt neun Standorte decken alle Regierungsbezirke ab. Mit diesen Investitionen stellt der Freistaat das Familienland Bayern zukunftsfest auf. „Bayern ist Familienland mit christlicher Prägung. Wir stehen zu einer generationengerechten Struktur, für die eine dauerhafte, flächendeckende Hebammenhilfe ein wichtiger Eckpfeiler ist“, betont der Augsburger Landtagsabgeordnete Johannes Hintersberger.

An den neuen Standorten in Augsburg und Aschaffenburg kann nun rasch die Konzeptionsphase beginnen.

„Ich freue mich, dass wir nun auch in Augsburg einen Studienstandort einrichten können und damit dem großen Bedarf gerecht werden können. Eine wichtige und gute Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung im Sinne der Familienförderung und der Unterstützung der Menschen, gerade am Lebensanfang.“, so Wissenschaftsminister Bernd Sibler, der die entsprechende Initiative eingebracht hatte.

Anspruch der akademischen Hebammenausbildung sei es, so Sibler, fundierte Theorie- und umfassende Praxiskenntnisse zu vermitteln.

Die hochschulische Hebammenausbildung zählt neben dem Hebammenbonus und dem Gründerpaket zu den vielfältigen Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung, um die Hebammenversorgung zu sichern. Die ersten Studiengänge starteten im Jahr 2019 an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und an der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) München.
2020 folgte das Angebot der Hochschule Landshut zur Nachqualifizierung von ausgebildeten Hebammen.
In der zweiten Ausbaustufe werden Hebammenstudiengänge in Nordbayern eingerichtet: An der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, an der Hochschule Coburg (in Kooperation mit den Bamberger Akademien für Gesundheits- und Pflegeberufe der Sozialstiftung Bamberg), an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Die Hochschulen streben eine schnellstmögliche Aufnahme des Studienbetriebs überwiegend zum kommenden Wintersemester an.

Bald schon folgt Augsburg.„Die Einrichtung eines Bachelorstudiengangs Hebammenkunde an der Universität Augsburg mit ca. 25 Studienanfängern pro Jahr rundet den flächendeckenden und möglichst wohnortnahen Aufbau einer akademisierten Hebammen-Versorgung in ganz Bayern ab“, erklärt Hintersberger.