Die Augsburger CSU hat sich formiert. In beiden Wahlkreisen wurden die Direktkandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahlen im kommenden Jahr gewählt. Ein langjähriger Abgeordneter wird danach auf den Stimmzetteln fehlen.

Am vergangenen Freitag nominierte die Delegiertenversammlung der CSU im Stimmkreis AugsburIg Ost Andreas Jäckel als Direktkandidat für die Landtagswahl im kommenden Jahr 2023 und Erwin Gerblinger als Direktkandidat für die zeitgleich stattfindende Bezirkstagswahl. Beide erreichten ein Ergebnis von deutlich über 95%.

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Andreas Jäckel soll erneut für die CSU Augsburg in den Landtag. | Foto: Wolfgang Czech

Der amtierende Landtagsabgeordneter und -kandidat Andreas Jäckel stimmte die Delegierten in seiner Rede auf die Herausforderungen der kommenden Jahre ein. Es gelte den Fachkräftemangel anzugehen, dazu gehöre die Gleichstellung von beruflicher und akademischer Bildung, wozu es einer gesellschaftlichen Sensibilisierung für die hohe Notwendigkeit der beruflichen Ausbildung bedarf. Ferner müssen Verbesserungen im Bereich der Mobilitätsfreiheit erreicht werden. Wirkliche Wahlfreiheit zwischen den verschiedenen Fortbewegungsmitteln zu erreichen, ist unser Ziel. Öffentlicher Nahverkehr intelligent mit Auto, Rad und auch Fußgänger ideal zu verknüpfen, ist eine Herausforderung, die uns noch Jahre fordern wird. „, erklärt der Abgeordnete Andreas Jäckel unter hoher Zustimmung der Delegierten.

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Leo Dietz könnte erstmals in den Landtag einziehen | Foto: Wolfgang Czech

Auch im Stimmkreis Augsburg-West haben sich die Delegierten bereits auf Kandidaten verständigt. Als Landtagskandidat wurde der Fraktionsvorsitzende der CSU im Augsburger Stadtrat Leo Dietz nominiert. Der 55-jährige Szenegastronom (u.a. Peaches) folgt auf Johannes Hintersberger. Der frühere Staatssekretär war erstmals 2003 in den Bayerischen Landtag gewählt worden, in seinem 70. Lebensjahr wird er nicht erneut kandidieren. Für den Bezirkstag wurde im Stimmkreis Augsburgs Landrat Martin Sailer nominiert. Leo Dietz wurde mit 96,2 Prozent, Martin Sailer mit 97,5 Prozent gewählt.