Augsburger Dom | Bischof Konrad Zdarsa weiht neun Diakone zu Priestern

Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute im Hohen Dom zu Augsburg neun Diakone zu Priestern geweiht. Durch Handauflegung und Gebet haben Florian Bach (Pfronten), Manuel Dominik Beege (Aufheim), Markus Jakob Lidel (Augsburg-Oberhausen), Michael Marian Prendota (Wickstadt/Hessen), Johannes Franz Prestele (Gutenberg), Norbert Rampp (Aletshausen), Andreas Martin Schmid (Thannhausen), Thomas Schmid (Klingsmoos) und Sebastian Schmidt (Berlin) das Sakrament der Priesterweihe empfangen.

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Die Neupriester spenden den Primizsegen: (v.l.) Sebastian Schmidt, Thomas Schmid, Andreas Schmid, Norbert Rampp, Johannes Prestele, Michael Prendota, Markus Lidel, Manuel Beege, Florian Bach. | Foto: Annette Zoepf/pba

„Den Menschen den Weg zum Himmel zeigen, sie dafür zurüsten und begleiten“, so beschrieb Bischof Dr. Konrad Zdarsa in der Predigt die Aufgabe der Priester und bezog sich damit auf eine Aussage des Pfarrers von Ars. Mit der Forderung, „allen das Wort Gottes zu verkünden“, wandte sich der Bischof an die Weihekandidaten. Es gehe dabei aber nicht nur um die reine Verkündigung des Glaubens, sondern sie sollten auch mit Leben erfüllen, was sie verkünden. Denn eine Nachfolge Christi „zu halben Preisen“ könne es nicht geben. Bischof Konrad verglich das priesterliche Wirken mit der gegenseitigen ehelichen Hingabe in guten und in schlechten Tagen. Beides sei ein „lebenslanger Prozess, bei dem es niemals einen Stillstand geben kann, sondern nur ein Vorankommen oder Abfallen“.

In Bezug auf ihr Wirken in einer säkularen Gesellschaft machte der Bischof den Weihekandidaten Mut: „Gerade der sogenannte moderne Mensch, der alles andere als im volkskirchlichen Milieu aufgewachsen ist, verbindet mit dem, was wir Himmel nennen, noch viel mehr, als wir meinen“. Als Priester sollten sie daher „keine falschen Bedenken“ haben und den Namen Jesu Christi ausdrücklich nennen. Bei alldem sollten sie jedoch die Freiheit des Menschen achten und ihn nicht bevormunden oder vereinnahmen.

Während der Weihehandlung traten die Kandidaten einzeln vor Bischof Konrad und versprachen ihre Bereitschaft zum priesterlichen Dienst. Als Zeichen der Beauftragung und der Mitteilung des Heiligen Geistes legte der Bischof ihnen die Hände auf. Die anschließende Handauflegung durch die Weihbischöfe und alle anwesenden Priester verdeutlichte die Aufnahme der Neugeweihten in das Presbyterium, die Gemeinschaft aller Priester. Die Weihehandlung war von einigen ausdeutenden Riten begleitet: das Anlegen der priesterlichen Gewänder, die Salbung der Hände durch den Bischof, das Überreichen von Brot und Wein und die Umarmung der Neupriester durch den Bischof. Am Schluss der Heiligen Messe spendeten die Neugeweihten ihren ersten priesterlichen Segen, den Primizsegen.