Augsburger ÖDP-Stadtrat beantragt kostenlose Coronatests

Seit vergangener Woche gilt in Bayern flächendeckend die 3G-Regel: die Teilnahme an Veranstaltungen oder der Zutritt zu vielen Einrichtungen ist nur noch für Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete möglich. Gleichzeitig sollen Tests zukünftig nur noch kostenpflichtig durchgeführt werden. Nach Meinung der ÖDP Augsburg würde damit durch die Hintertür eine Quasi-Impfpflicht eingeführt, obwohl die Bundesregierung eine Impfpflicht für Deutschland ja immer ausgeschlossen habe.

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Symbol-Bild von Vesna Harni auf Pixabay

„Für viele Familien ist es beispielsweise undenkbar, zukünftig noch ein Speiselokal aufzusuchen, wenn sie gezwungen sind, für alle ungeimpften Familienmitglieder – z.B. für die Kinder unter 12 Jahren – jedes Mal einen teuren offiziellen Coronatest vorzulegen,“ so ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger. Die neue Regel würde also eher dazu führen, dass Ungeimpfte sich aus der Gesellschaft mehr und mehr in den privaten Raum zurückzögen. Auch sportliche oder kulturelle Aktivitäten seien zukünftig nicht mehr für alle zugänglich, wenn in den entsprechenden Einrichtungen ebenfalls 3G-Regeln anzuwenden seien.

„Ich selbst bin vollständig gegen Corona geimpft. Die Entscheidung sich impfen zu lassen oder eben auch nicht, muss aber jedem freigestellt sein. Es kann doch nicht sein, dass man durch teure Coronatests ins gesellschaftliche Abseits gedrängt wird,“ so Pettinger. Er hat deshalb einen Antrag an die Stadt Augsburg gestellt, auch zukünftig Coronatests kostenlos oder wenigstens zu einem sehr niedrigen Preis anzubieten. Pettinger: „Dies muss schon allein wegen des Gleichbehandlungsgrundsatzes so sein, denn der Freistaat hat ankündigt, die Tests für Studierende weiterhin kostenlos anzubieten. Im Übrigen können auch Geimpfte den Virus übertragen und müssten sich eigentlich auch immer testen lassen, bevor sie mit haushaltsfremden Personen zusammenkommen.“