Ein Punkt für die K.O.-Runde – Augsburger Panther gehen gegen die Bílí Tygři Liberec ins Penaltyschießen

Zwei Punkte benötigten die Augsburger Panther vor dem heutigen Spiel noch für den Einzug in das CHL-Achtelfinale. Nach einer guten Leistung musste man sich dem direkten Konkurrenten Bílí Tygři Liberec aber mit 2:3 n.P. geschlagen geben. Im Rückspiel nächste Woche muss nun für den Einzug in die K.O.-Runde gepunktet werden.

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Foto: Thomas Hiermayer

Heute galt es. Die Augsburger Panther wollten mit einem Heimsieg den Einzug ins CHL-Achtelfinale feiern. Der Rahmen dafür passte. Die Tribünen waren gut gefüllt, auch der Augsburger Partnerstadt waren über 100 stimmgewaltige Fans mit angereist. Der AEV wollte da nicht hintenanstehen. Nach den teilweise enttäuschenden Leistungen in den letzten DEL-Spielen, zeigten die Hausherren eine deutliche Leistungssteigerung. Mit großem Einsatz wurde jeder Zweikampf zu Ende bestritten und vor dem Tor der Abschluss gesucht. Tschechiens Tabellenführer tat sich sichtbar schwer gegen die engagierten Panther. Die Belohnung holte sich Augsburg eine Minute vor der ersten Drittelpause. Valentine jagte die Scheibe im ersten Powerplay für Schwarz unhaltbar in die Maschen.

Spätestens als die Augsburger nach dem ersten Seitenwechsel in diesem Stil weiterspielten, ging die Führung auch absolut in Ordnung. Die Gastgeber waren hier in der ersten Hälfte der Partie das bessere Team in einem tollen Europapokalspiel. Liberec konnte sich bei seinem Torhüter Marek Schwarz bedanken, der beste Gelegenheiten von Fraser und McNeill glänzend parierte. Als Schmölz nach 34. Minuten alleine auf das Gästetor zulaufen konnte, hätte die zwei auf der Anzeige stehen müssen. Doch dies gelang nicht. Immer häufiger stand noch auch AEV-Keeper Roy im Zentrum des Geschehens.

Augsburger Fehler werden eiskalt bestraft

Kurz vor der Pause gelang Liberec dann tatsächlich der Ausgleich. Für den Treffer hatte es allerdings einen kapitalen Schnitzer von Lamb benötigt. Augsburgs Verteidiger hatte sich in einer ungefährlichen Situation die Scheibe von Filippi abluchsen lassen, Lenc hatte danach keine Mühe die Scheibe Sekunden vor der Pausensirene zum 1:1 ins Tor einzuschieben.

Noch blieben zwanzig Minuten um die zwei so ersehnten Punkte einzufahren. Der Weg dorthin sollte aber steinig werden. Nachdem Haase die Scheibe nicht aus der eigenen Zone bringen konnte ging es schnell. Über Zachar und Hanousek kam der Puck zu Musil der diese im Nachschuss zur Gästeführung einnetzen konnte (44.). Wieder einmal wurden zwei Schnitzer eiskalt ausgenutzt. Augsburg musste wieder einmal einem Rückstand hinterherlaufen. Angetrieben von den über 4.400 Fans versuchten sie alles und wurden dafür belohnt.

Als die bereits erste Zweifel an einem Erfolg aufkamen, war es Holzmann der den vielumjubelten Ausgleich erzielen konnte (57.). Einen Punkt hatte man sich bis zu diesem Zeitpunkt schon redlich verdient, den zweiten Zähler zum Einzug in die K.O.-Runde wollte man sich in der Zusatzschicht sichern. Durch Gill, Payerl und Fraser hatten die Hausherren dann auch gute Möglichkeiten, das Ziel aber fand keiner der Versuche. Die Entscheidung musste im Penaltyschießen gefunden werden. Während Marosz und Bulir zielsicher für Liberec verwandeln konnten, konnte kein Augsburger die Scheibe im Tor unterbringen. Es blieb so bei einem Punkt für den AEV, der in der kommenden Woche nun im Rückspiel punkten muss, um in die K.O.-Runde einzuziehen.

AEV: Roy, Keller– Lamb, Haase, Tölzer, McNeill, Valentine, Rogl,  Sezemsky – Sternheimer, Payerl, Callahan, Holzmann, LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Schmölz, Fraser, Gill, Mayenschein, Ullmann, Hafenrichter
Tore: 1:0 Valentine (Payerl/McNeill) 19., 1:1 Lenc (Filippi) 40., 1:2 Musil (Hanousek/Zachar) 44., 2:2 Holzmann (Gill/Sezemsky) 57., 2:3 Bulir (Penalty)

Schiedsrichter: Nikolic, Rohatsch | Gaube, Lazuzov Strafzeiten: Augsburg  – Liberec

Zuschauer: 4.428

Alle Fotos: Thomas Hiermayer