Augsburger Panther entscheiden Eishockeyspektakel gegen Köln für sich

Es war ein echtes Eishockeyspektakel, dass die rund 5.900 Fans heute im Curt-Frenzel-Stadion zu sehen bekamen. Die Augsburger Panther sahen nach der Hälfte wie der klare Sieger aus, dann wurde es aber noch einmal richtig spannend. Am Ende reichte es aber für den AEV. Die Punkte blieben in Schwaben.

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Foto: Hiermayer

 

Die Deutschland Cup-Pause kam für die Augsburger Panther genau zur richtigen Zeit. Nach einem schwachen Oktober hatte es zuletzt für den AEV drei Niederlagen gegeben. Im gesamten letzten Monat gewann das Team von Trainer Mike Stewart nur 3 von 11 Partien. Nun galt es ich wieder auf alte Stärken zu besinnen. Mit dem Tabellensiebten aus Köln stand heute ein ambitionierter, in dieser Saison noch nicht besonders erfolgreicher Gegner mit auf dem Eis.

Gegen den KEC wollten die Panther die letzten Wochen dann auch gleich vergessen machen und gingen sehr engagiert zu Werke. Trevelyan belohnte Augsburg mit dem frühen 1:0, als er einen Abpraller verwerten konnte (4.). Auch danach gaben die Hausherren den Takt vor, doch die Haie spielten diesen mit. Ein interessantes und rasantes Eishockeyspiel entwickelte sich. Das Sahnehäubchen auf diese tollen 20 Minuten setzte Cundari drei Minuten vor der Pause. Er verlud seinen Gegenspieler an der Bande mit einer Körpertäuschung, zog nach innen und ließ Peters mit einem Hammer keinerlei Abwehrchance. Zur Pause war man mit der Leistung der Hausherren im Schleifgraben zufrieden.

Dies konnten man auch nach der Pause sein. Zu Beginn waren es die Kölner, die versuchten Druck auf das Tor von Jonathan Boutin aufzubauen, doch die Oberhand sollten sie nicht gewinnen. Die Panther standen defensiv sehr sicher und versuchten sich im Konterspiel. Einen ersten Anlauf hatte Hafenrichter vergeben, wenig später zeigte sich Cundari kaltschnäuziger. Das 3:0 war der zweite Treffer des Verteidigers an diesem Abend (26.). Mit diesem Zwischenstand konnte nach den Leistungen der letzten Wochen nicht unbedingt gerechnet werden und noch hatten die Augsburger nicht genug. Parkes erhöhte zwei Minuten später mit einer Luftabnahme im Überzahlspiel ein weiteres Mal. Für Haie-Schlussmann Peters war danach Schichtende. Er wurde gegen Dshunussow ausgewechselt. Knapp vier Minuten später war auch er geschlagen. Gelaufen war dieses Spiel damit aber noch lange nicht. Der AEV nahm nun etwas das Tempo raus,  Köln konnte noch vor der zweiten Pause mit einem Doppelschlag durch Shugg und Schütz verkürzen.

Die beiden Treffer vor dem Seitenwechsel hatten Köln zurück ins Spiel gebracht. Bei Augsburg lief nun einige Minuten wenig zusammen, der KEC machte mächtig Dampf. Folgerichtig brachte Ryan Jones die Haie mit seinem Tor zurück ins Spiel (46.). Damit nicht genug, Gogulla konnte nur wenig später den Anschlusstreffer sogar erzielen. Die Verärgerung auf den Rängen war groß. Nicht das Team stand im Fokus des Zorns, sondern das Schiedsrichtergespann. Nach einem Foulspiel von Ehrhoff an Valentine hatten sie kurz zuvor dem AEV einen möglichen Penalty verweigert. Sollte der scheinbar sichere Sieger die Punkte doch noch aus den Händen geben? Konnten sich die Panther noch einmal in die Partie zurückbeißen? Sie konnten! Davies und Schmölz trafen noch für die Schwaben, die sich so die wichtigen drei Punkte sichern konnten.

AEV: Boutin, Meisner – Lamb, Cundari, Guentzel, Tölzer, Valentine, Rekis, Sezemsky – Davies, Polaczek, LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Schmölz, Trupp, Kretschmann, Hafenrichter, Parkes, Detsch, White
Tore: 1:0 Trevelyan (Stieler/Tölzer) 4., 2:0 Cundari 17., 3:0 Cundari (Stieler/Trevelyan) 26., 4:0 Pakres (Whie/Trupp) 28., 5:0 LeBlanc (Lamb/White) 31., 5:1 Shugg (R. Jones) 36., 5:2 Schütz 37., 5:3 R. Jones 46., 5:4 Gogulla (Schütz) 49., 6:4 Davies (Lamb/Trupp) 50., 7:4 Schmölz (White/Guentzel) 55.

Schiedsrichter: Andersson, Hoppe | Kohlmüller, Schwenk  Strafzeiten:  Augsburg 6 – Köln 10

Zuschauer: 5.889