Augsburger Panther erarbeiten sich gegen Nürnberg drei weitere Punkte

Dass es für die Augsburger Panther am Sonntagabend nicht um einen Schönheitspreis gehen würde, war nach der schweren Partie in Wolfsburg schon fast zu erahnen. Am Ende erarbeitete sich der AEV gegen die Nürnberg Icetigers aber drei ganz wichtige Punkte.

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Foto: Dunja Dietrich

Ohne den seit Freitag verletzten Startkeeper Olivier Roy wollten die Augsburger Panther heute nach dem Punktgewinn in Wolfsburg nachlegen. Am Montag stehen noch Untersuchungen beim Kanadier an, dass er aber über das Spiel gegen Nürnberg hinaus mit einer Adduktorenverletzung fehlen wird scheint jetzt schon sicher. An seinem Vertreter Markus Keller lag es allerdings nicht, dass der AEV schwer in das Spiel gefunden hatte. Die Icetigers konnten sich zu Beginn deutlich besser in Szene setzen, die Hausherren benötigten heute einigen Anlauf. Im Spiel angekommen gelang ihnen, was die Franken ausgelassen hatten; ein Tor. Saponari hatte dem Gästekeeper Sharipov die Scheibe zwischen den Füßen durchschieben können (15.). Als Augsburg wenig später erstmals im Powerplay agieren konnte, lag der zweite Treffer in der Luft. Campbell und Saponari ließen beste Gelegenheiten aber liegen. Ein richtiger Leckerbissen war dieses Freistaat-Duell nicht, und so sollte es auch bleiben.

Der AEV zieht davon

Auch über weite Strecken des Mitteldrittels neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend fernab der beiden Tore. Augsburgs Clarke sorgte erst fünf Minuten vor der zweiten Pause mit einem Lattentreffer für den Weckruf. Die Panther waren die folgenden Minuten die wachere Truppe und konnten die Führung durch einen Doppelschlag ausbauen. Nehring, nach starker Scheibeneroberung in der neutralen Zone, sowie Payerl mit einem platzierten Schuss hatten für die Augsburger treffen können. Dass ein 0:3 noch nicht zwingend das Ende des Spiels bedeutet, hatte der AEV am Freitag selbst bewiesen, heute gab Nürnberg noch nicht auf. Gleich zweimal klingelte die Scheibe noch vor der Sirene am Gestänge des Tores von Markus Keller.

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Foto: Dunja Dietrich

Müde Panther bringen Sieg über die Runden

Glück für das Team von Trainer Mark Pederson, dass zu Beginn des Schlussabschnitts eine Unterzahlsituation zu überstehen hatte. Kaum war Valentine wieder zurück im Spiel, konnte Parlett für den Tabellen-13. treffen. Als drei Minuten später der Puck erneut gegen die Latte hinter Keller geknallt war, schwirrte der Anschluss bereits in der Luft. Eine lange Schlussviertelstunde lag nun noch vor den Rot-grün-weißen und den erneut über 4.000 Zuschauern. Jetzt galt es noch einmal alles, was nach dem schweren Spiel in Wolfsburg und der Reisestrapazen noch im „Tank“ war, herauszuholen. Einfacher wurde dieses Vorhaben nicht, nachdem mit Stieler und Campbell vorzeitig zwei Spieler verletzt in die Kabine mussten. Augsburg brachte den Vorsprung aber über die Runden und sicherte sich vor dem schweren kommenden Wochenende (München/Krefeld) drei wichtige Zähler.

AEV: Keller, Borst – Lamb, Haase, Valentine, Rogl, Graham, Länger – Payerl, Eisenmenger Magnus, Kharboutli, LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Eisenmenger Maximilian, Clarke, Puempel,  Saponari, Campbell, Nehring, McClure

Tore: 1:0 Saponari (Graham/Eisenmenger Magnus) 15.,2:1 Nehring (Puempel) 38., 3:0 Payerl (Clarke/Campbell) 38., 3:1 Parlett (Ustdorf/Bender) 43.,

Schiedsrichter: Bruggeman, Schrader | Heffner, Tschierner Strafzeiten: Augsburg 4 – Nürnberg 4

Zuschauer: 4.042

Neue Besucherregelung bei den Augsburger Panthern