Augsburger Panther fighten verbissen aber verlieren 2:3 gegen Wolfsburg

Der AEV empfing zu Heilig-Drei-König vor 3.569 Zuschauern die Grizzly Adams Wolfsburg im heimischen Curt-Frenzl-Stadion. Dabei musste Panther-Coach Thomson neben den verletzten Greg Moore und Ryan Bayda auch auf den gesperrten Brady Lamb verzichten. Auch auf Teile der AEV-Fans mussten die Panther-Cracks wieder verzichten, denn die setzten ihren „Stimmungsboykott“ fort. Einsatz und Leidenschaft waren absolut vorhanden, trotzdem hagelte es gegen die Wolfsburger eine 2:3 Niederlage. Damit warten Fans und Mannschaft inzwischen seit elf Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn.

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Augsburger Panther fighten verbissen aber verlieren 2:3 Niederlage gegen Wolfsburg. | Foto: Sebastian Pfister

Die Panther kamen engagiert und mit viel Biss ins Spiel und hatten durch zwei Distanzschüssen von Tölzer (1. +3.) erste Torgelegenheiten. Die Jungs vom Schleifgraben zeigten Einsatz und Willen. Als die Wolfsburger nach einem Pfostentreffer Riefers zum Gegenstoß ansetzten, bewahrte Mason seine Panther durch eine Glanztat vor einem Rückstand (12.). Den nächsten Gegenstoß setzten die Fuggerstädter. Trevelyan und Caporusso mit Tempo in Richtung Gästetor. Caporusso behielt dabei die Nerven und schob an Vogl vorbei zur verdienten 1:0 Führung ein (13.). Der AEV legte nach, aber ein Schuss von Reiß ging ebenfalls nur an den Pfosten (13.).

Eine der beliebtesten Sportfloskeln lautet, wer vorne zu viele Chancen auslässt, wird hinten bestraft. Lindbauer war es dann, der trotz 3 gegen 2 Überzahl der Panther vor dem eigenen Tor, an Mason vorbei zum Ausgleich einschob (16.).  Woywitkas nächsten Distanzschuss konnte Gäste-Goalie Vogl gerade noch an den Pfosten lenken (18.). Der dritte Pfostentreffer für die Rot-grün-weißen im ersten Abschnitt. Das es dennoch mit einer 2:1 Führung in die Pause ging, hatten die Panther Machacek zu verdanken. Der Kanadier stand nach einem Abpraller goldrichtig und schob die Scheibe zum verdienten 2:1 (20.) ein.

Im Mitteldrittel zeigten auch die Wolfsburger mehr Zug nach vorne und das Spiel wurde intensiver und mit mehr Kampf und Einsatz geführt. Als Breitkreuz nach einem Stockschlag ins Gesicht durch Dzieduszycki auf dem Eis liegen blieb (2 + 10 Minuten Check gegen Kopf und Nacken), trug dies natürlich nicht gerade zur Beruhigung der Gemüter bei (25.). Goalie Vogl behielt wenig später gegen Machacek allerdings kühlen Kopf und rettete die Grizzlys vor einem höheren Rückstand (27.). Als Ciernik wegen eines Stock-Checks in der Box war, schlug die beste Powerplay-Mannschaft der DEL wieder zu. Hamblys Schuss von der blauen Linie ging an Freund, Feind und Mason vorbei und die Scheibe landete zum 2:2 im Tor (29.).

Nach einem nicht geahndeten, aber harten Check von Likens an Trevelyan hatte DaSilva Redebedarf mit Likens. Likens zog zurück und so musste DaSilva alleine eine persönliche 10-Minuten Strafe absitzen (30.). Die Fuggerstädter konnten aus zwei kurz aufeinanderfolgenden Überzahlsituationen ihrerseits wieder einmal keinen Profit schlagen und es ging mit dem 2:2 in die Pause.

Wolfsburg dagegen kann Powerplay. DaSilva saß gerade nach einem unkorrekten Körperangriff für zwei Minuten auf der Strafbank, als Panther-Goalie Mason erneut hinter sich greifen musste. Hamblys Schuss von der blauen Linie wurde dabei von Dzieduszyski unhaltbar abgefälscht (45.). Die Niedersachsen verteidigten nach der Führung geschickt und die Panther konnten sich kaum mehr gute Gelegenheiten erspielen. Einen Schlenzer von Seifert konnte der ansonsten starke Vogl nur prallen lassen, aber Caporusso lupfte den Puck über das Tor (50.). Den Jungs vom Schleifgraben konnte man fehlenden Einsatz nicht vorwerfen, aber spätestens im gegnerischen Drittel fiel ihnen zu wenig ein. Sekunden vor der Sirene hatte DaSilva noch die Chance zum Ausgleich, aber Vogl rettete seinem Team den Sieg.

Thomson nahm nach einer erneuten Strafe gegen Wolfsburg (58.) Goalie Mason aus dem Kasten und wollte es mit einem 6 gegen 4 nochmal wissen. 23 Sekunden vor dem Ende musste mit  Haskins ein weiterer Wolfsburger in die Box, aber den Panthern gelang es in der verbliebenen Zeit nicht, die Überzahl in etwas Zählbares zu verwandeln.

Der AEV wartet nunmehr seit elf Spielen in Folge auf einen dreifachen Punktgewinn. Die nächste Gelegenheit bietet sich den angeschlagenen Panthern am kommenden Freitag. Im CFS haben die Rot-grün-weißen dann die Adler Mannheim zu Gast.

AEV: 31 Mason, 35 Keller – 6 Woywitka, 19 Machacek, 37 Rekis, 48 Connolly, 90 Riefers – 13 Tölzer, 20 Seifert, 27 Ciernik, 57 Weiß, 83 Grygiel – 15 Bettauer, 22 DaSilva, 23 Caporusso, 24    Trevelyan, 96 Reiß – 8 Carciola, 29 Breitkreuz, 39 Hinterstocker, 42 Jobke

Tore: 1:0 Caporusso (DaSilva, Trevelyan) 13. Min.; 1:1 Lindlbauer 16. Min.; 2:1 Machacek (Reiss, Ciernik) 20. Min.; 2:2 Hambly (Milley) 29. Min.;  2:3 Dzieduszycki (Hambly, Haskins) 45. Min.

Schiedsrichter: Schukies, Vogl | Höck, Kretschmer
Strafzeiten: Augsburg 6 + 10 Minuten DaSilva – Wolfsburg 16 + 10 Minuten Dzieduszycki
Zuschauer: 3.569