Nach dem Sieg gegen Krefeld unter der Woche konnten die Augsburger Panther in Iserlohn nachlegen. Nach einem interessanten Eishockeyspiel behielten sie nach Penaltyschießen die Oberhand und holten zwei wichtige Punkte.

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Hafenrichter | Archivfoto: Wolfgang Czech

Für die Augsburger Panther ging der Kampf um einen Platz in den Playoffs in Iserlohn weiter. Von jeher sind die Sauerländer ein unangenehmer Gegner, in dieser Saison haben sie zudem bisher in der Nordgruppe eine gute Rolle gespielt. Der AEV muss sich hingegen strecken, um auch noch in der schönsten Zeit des Eishockeysaison mitwirken zu können. Der Heimsieg gegen müde und überforderte Krefeld Pinguine war deshalb eine Pflichtaufgabe, bei den Roosters musste nun nachgelegt werden. Doch auch die Hähne waren zuletzt ebenfalls siegreich, hatten mit einem Sieg über München aufhorchen lassen.

Ein abwechslungsreicher Start

Es waren aber die Gäste aus Schwaben, die die erste Marke setzen konnten. Trevelyan hatte einem Iserlohner hinter deren Tor die Scheibe stibitzt, McClure daraufhin freistehend die frühe Führung erzielen können (5.). Diese Führung hatte Bestand, bis Augsburgs LeBlanc auf der Strafbank Platz nehmen musste. Die Gelegenheit mit einem Mann mehr zum Tor zu kommen ließen sich die Hausherren nicht nehmen. Aubin war es schließlich, der die Scheibe zwischen Kellers Beinen hindurch über die Torlinie donnerte (12.). Es war ein abwechslungsreiches Drittel, das nach dem Seitenwechsel noch eine Steigerung erleben sollte.

IEC-Keeper Jenike bärenstark

Der Puck war gerade eingeworfen worden, da lag er auch schon im Tornetz des AEV. Bailey hatte ihn einfach hart ins Kreuzeck geschlenzt, Keller konnte da nur nachschauen. Die Köpfe der Schwaben blieben aber oben, sie drängen auf den Ausgleich, der allerdings (noch) nicht fallen wollte. Der bärenstarke Jenike im IEC-Kasten rettete sein Team immer wieder mit starken Aktionen. In der 30.Spielminute war aber auch er erneut geschlagen. Abbott hatte Holzmann bedient, der relativ unbedrängt zum 2:2 eischieben durfte. Weil drei Augsburger aber Whitney nicht zu fassen bekamen, lagen die Roosters wenig später wieder in Front.

Augsburg wirft alles nach vorne

Die Panther mussten mit dem Rückstand in das Schlussdrittel, doch noch blieb genug Zeit um am Seilersee zu punkten. Als IEC-Angreifer Bailey zehn Minuten vor dem Ende zuschauen musste, hätte Augsburg die Gelegenheit zum erneuten Ausgleich gehabt. Jenike aber verhinderte, dass die Gäste ihre so schwache Überzahlquote etwas aufbessern konnten. AEV-Coach Tuomie versuchte nun alles, nahm Keller eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene zugunsten eines Feldspielers vom Eis. Er wurde für eine für ihn eher seltene Aktion belohnt. 23 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit ließ Hafenrichter die Scheibe zum verdienten Ausgleich ins Tor hüpfen. Ein Punkt war den Rot-grün-weißen nun sicher. Da die anschließende Overtime keine Entscheidung brachte, musste das Penaltyschießen den Sieger bringen. Während Iserlohn Keller nicht überwinden konnte, trafen McClure und Abbot für den AEV. Der Zusatzpunkt wanderte auf das Konto der Jungs vom Schleifgraben, die nun am Sonntag zuhause gegen die Kölner Haie nachlegen wollen.

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AEV: Keller, Kickert – Lamb, Haase, Tölzer, Valentine, Rogl, Viveiros, Bergman- Sternheimer, Holzmann, Kharboutli, LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Eisenmenger, Clarke, Hafenrichter, Kristo, Abbott, McClure

Tore: 0:1 McClure (Trevelyan) 5., 1:1 Aubin (Bailey/Reinhart) 12., 2:1 Bailey (Reinhart/Whitney) 21., 2:2 Holzmann (Abbott/Eisenmenger) 30., 3:2 Whitney (Reinhart/Ankert) 32., 3:3 Hafenrichter (Abbott/LeBlanc) 60., 3:4 Abbott (Penalty)

 Schiedsrichter: Huunius, Rantala| Laguzov, Priebsch Strafzeiten: Iserlohn 8 – Augsburg 10

Zuschauer: keine Zuschauer zugelassen