Nur einen Tag nach dem Auswärtssieg in Wolfsburg gingen die Augsburger Panther kräftig baden. Bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven gab es für den AEV nach einer über weite Strecken indiskutablen Leistung eine auch in der Höhe verdiente 1:8-Klatsche.

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Torhüter David Kickert machte keine glückliche Figur | Archivfoto: Czech

Das Fazit zuerst: Die Augsburger Panther boten in Bremerhaven eine über weite Strecken indiskutable Leistung. Einen Tag nach dem vielleicht besten Auswärtsspiel in dieser Saison in Wolfsburg gelang den Schwaben in der Eisarena wenig. Schiedsrichterentscheidungen die nicht immer zugunsten des AEV ausgelegt wurden, taten ihr übriges. Augsburg ging deshalb auch von der Höhe des Resultats vollkommen verdient an der Nordsee baden. Doch der Reihe nach.

Augsburg kommt nicht ins Spiel

Nach zuletzt vier Siegen in Serie waren die Panther selbstbewusst nach Bremerhaven gereist, wollten auch gegen die zuletzt schwächelnden Pinguins punkten. Heute wurden die Weichen aber schon früh in eine andere Richtung gestellt. Nach einem einfachen Scheibenverlust von Lamb war es schnell gegangen. Moore brachte die Nordlichter bereits in der zweiten Minute in Führung. Augsburg tat sich schwer, folgerichtig erhöhte der ERV noch in im Startdrittel durch Verlic und Uher auf 3:0. Der Treffer von Abbott knapp zwei Minuten Pause ließ zumindest etwas Hoffnung in Reihen der Rot-grün-weißen aufkeimen. Die währte aber nicht lange.

Zu viele Strafen, zu viele Gegentore

Bremerhaven hatte auch nach dem ersten Seitenwechsel die Partie im Griff, vom AEV kam an diesem Abend einfach zu wenig. Weil nun auch immer wieder ein Panther auf der Strafbank Platz nehmen musste, bot sich für die Hausherren Raum, den sie zu nutzen wussten. Andersen schoss quer auf den langen Pfosten, wo McGinn die Scheibe nur noch über die Linie tippen musste. Eine einfache, einstudierte Situation, die Augsburg nicht durchschaut hatte (28.). Kann passieren, was nun folgte darf aber nicht passieren. Als die Fischtown Pinguins wenig später erneut mit einem Mann mehr agieren durften, kamen sie mit demselben Plan erneut zum Erfolg. Mauermann durfte sich diese Mal nach einer Urbas-Hereingabe feiern lassen (30.). Nachdem Augsburgs Keeper-Kickert wenig später sein Tor am Pfosten nicht dicht bekommen hatte, sollte sogar noch das 6:1 fallen.

Chancenlose Panther

Drei Gegentreffer im ersten, drei im zweiten Drittel. Am Ausgang dieses Spiels hatte schon nach vierzig Minuten wohl keiner mehr Zweifel. Die Müdigkeit aufgrund des Spiels am Vortag war ein schwaches Argument für das Gezeigte. Reisnecker und Hilrich erhöhten nach der Pause sogar noch auf 8:1. Die chancenlosen Panther müssen diese indiskutable Leistung nun schnell abhaken. Bereits am Osterwochenende (Sonntag/Montag) wartet erneut ein Doppelspieltag in Krefeld und Köln auf die Tuomie-Truppe. Wenn man dort die Playoff-Träume nicht endgültig versenken will, darf man dort nicht wieder baden gehen. Zuletzt hatten sie gezeigt, dass sie mehr können. Es gilt nun an diese Spiele anzuknüpfen und Bremerhaven möglichst schnell zu vergessen.

AEV: Kickert, Keller– Lamb, Haase, Tölzer, Valentine, Rogl, Viveiros – Sternheimer, Holzmann, Kharboutli, LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Eisenmenger,Clarke, Hafenrichter, Kristo, Abbott, McClure

Tore: 1:0 Moore (Friesen) 2., 2:0 Verlic (Dietz/Urbas) 7., 3:0 Uher (Friesen/Fortunus) 18., 3:1 Abbott (Rogl/Vivieros) 18., 4:1 McGinn (Andersen/ Fortunus) 28., 5:1 Mauermann (Urbas/Dietz) 30., 6:1 Wahl (Andersen) 34., 7:1 Reisnecker 46., 8:1 Hilbrich (Reisnecker/Quirk) 56.,

 Schiedsrichter: Schrader, Kopitz | Jürgens, Kowert Strafzeiten: Bremerhaven 6   – Augsburg 14

Zuschauer: keine Zuschauer zugelassen