Die Augsburger Panther hatten im Kellerduell bei den Eisbären Berlin bis fünf Minuten vor dem Ende geführt, katastrophale Schiedsrichterentscheidungen entrissen ihnen den möglichen Sieg. Der amtierende Meister konnte so das Spiel mit 3:4 n.V. für sich entscheiden.

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Suikkanen konnte es kaum fassen | Foto: Czech

Wenn man der Freitagspartie einen eigenen Titel verpassen wollte, dann war es sicherlich der „Kampf um den Strich“. Der Tabellendreizehnte Eisbären Berlin empfing die einen Rang schlechter platzierten Panther aus Augsburg. 19 Spieltage sind in dieser regulären Situation noch zu absolvieren und doch konnte es bei einer Niederlage des AEV richtungsweisend sein. 

Augsburg dreht den Rückstand

Angesichts der Situation dürften die Sorgenfalten beim mitgereisten Anhang zur ersten Pause nicht weniger tief geworden sein. Berlin war das bessere Team in der eigenen Halle und in der neunten Spielminute durch einen Powerplaytreffer von Boychcuk verdient in Führung gegangen.

Der AEV hielt dem Nervenspiel vor den 13.287 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof stand. Als Kuffner nach einem Getümmel vor dem Tor von EHC-Keeper Ancicka die Scheibe zum Ausgleich platzieren konnte, lebte die Hoffnung auf den Auswärtssieg wieder (25.). Es kam noch besser. Wännström brachte eineinhalb Minuten später die Scheibe nach einem Bully direkt auf das Tor, was von einem Berliner abgefälscht für das 1:2 sorgte. Augsburg konnte dieses wichtige Spiel wirklich drehen und die Führung sogar noch weiter ausbauen. Im Powerplay spielte Broadhurst den Puck vor das Tor, das erneut abgefälscht „klingelte“. Ob das Spielgerät von einem Verteidiger oder doch von LeBlanc zuletzt berührt wurde, den Augsburgern war es egal.

Katastrophale Schiedsrichterentscheidungen

Die Eisbären waren über weite Strecken das bessere Team gewesen, hatten nun den Faden aber komplett verloren. Der AEV verteidigte es geschickt. Für den Anschluss der Hauptstädter benötigte es schon ein erstes Geschenk der Schiedsrichter Roman Gofman und Eduards Odins.

Absolut unberechtigt war Kuffner auf die Strafbank geschickt worden, erneut war es Boychuck der diese Situation für den amtierenden Meister nützen konnte (50.). Von Unparteiischen konnte spätestens fünf Minuten später nur noch schwer gesprochen werden. Nachdem die Scheibe den Ring verlassen hatte, gab es statt dem korrekten Bully Strafe gegen AEV-Angreifer Puempel. Die zweite Überzahlsituation, die keine sein hätte dürfen. Erneut konnte Berlin durch Clark die Einladung der Herren in den gestreiften Hemden nützen. Bitter und unverdient mussten die Panther so in den letzten Minuten um den verliebenen Punkt kämpfen. Warsofsky konnte dabei nicht mehr mithelfen, der Verteidiger hatte den Unparteiischen deutlich seine Sicht der Dinge widergespiegelt und musste dafür in die Kabine. Weil Ancicka einer Schlussoffensive der Fuggerstädter standhielt, musste der Sieger in der Zusatzschicht gefunden werden.

Frank Maurer beendete dieses Drama 30 Sekunden vor Ende der Verlängerung, durch einen Nachschuss. Der AEV wurde durch absolut unverständliche Entscheidungen der Schiedsrichter um wichtige Punkte gebracht. Statt den Rückstand verkürzen zu können, mussten sie die Eisbären einen weiteren Schritt davonziehen lassen. „Natürlich will man auf fairem Weg gewinnen, aber wir machen die Entscheidungen nicht“, so Siegtorschütze Maurer nach der Partie bei Magentasport.

Am Sonntag geht es für die Augsburger Panther zu Hause mit dem Derby gegen München weiter.