In dieser Saison tun sich die Augsburger Panther vor eigenem Publikum schwer. Auch heute hatten sie gegen das Schlusslicht aus Schwenningen Mühe, doch am Ende stand der zweite Heimsieg der Spielzeit auf der Anzeigetafel.

191025em0089 Augsburger Panther mit Mühe zum zweiten Heimsieg - AEV schlägt die Schwenninger Wild Wings Augsburg Stadt Augsburger Panther News Sport AEV Augsburger Panther DEL Schwenninger Wild Wings SERC | Presse Augsburg
T.J Trevelyan feiert seinen frühen Führungstreffer | Foto: Martin

Letztes Wochenende konnten die Augsburger Panther keine Punkte einsammeln. Eine Wiederholung musste vermieden werden, wenn man nicht aus den Playoff-Rängen rutschen wollte. Da man am Sonntag in Straubing auf das aktuelle Überraschungsteam trifft, musste man im heutigen Heimspiel gegen Schwenningen vorlegen. Dem AEV fehlten dabei weiterhin mit Lamb (Sperre) und LeBlanc (verletzt) zwei wichtige Säulen.

Augsburg dominiert

Auch ohne diese beiden konnten die Gastgeber schon früh ein Ausrufezeichen setzen. Publikumsliebling Trevelyan fing den Puck an der blauen Linie der Gäste ab und schoss Strahlmeier diesen zur Führung durch die Beine ins Tor (2.). Kaum war der Jubel verklungen, durfte wieder gefeiert werden. Der Schwenninger Pfaffengut hatte gerade fünf Sekunden auf der Strafbank Platz genommen, als Fraser per Distanzschuss erhöhen konnte (6.). Und Augsburg wollte mehr. Mit viel Tempo und Zug zum Tor versuchten sie nachzulegen. Es war ein gutes Startdrittel der Panther die knapp zwei Minuten vor dem Ende schon beinahe die Vorentscheidung verbucht hätten. Ein von Fraser mit dem Schlittschuh erzielter Treffer wurde nach Videostudium nicht gegeben. Das Tor war nicht auf dem Eis gestanden.

Schwenningen kommt zum Ausgleich

Statt mit einer komfortablen Führung im Rücken weiter agieren zu können, musste der AEV einen deutlichen Dämpfer einstecken. Hatten sie im Startdrittel selbst noch durch zwei frühe Treffer erzielt, so gelang dies nach der Pause den Gästen. Gerade einmal 26 Sekunden waren wieder gespielt, als ein harter Fraser-Schuss bis vor das eigene Tor zu Yeo gesprungen war. Der Schwenninger war von der Strafbank gekommen und konnte zum Anschluss einschießen. Der Treffer wirkte auf das Augsburger Spiel wie ein „Aus-Schalter“. Auf einmal spielte man wieder sehr nervös, zurückhaltend und leistete sich in der Abwehr zahlreiche einfache Fehler. Einer dieser Schnitzer führte dann auch zum überfälligen Ausgleich. Tölzer spielte hinter dem eigenen Tor einen Fehlpass und die Wild Wings waren zur Stelle. Bourke traf zum 2:2 (28.). Es dauerte gute zehn Minuten bis die Hausherren sich wieder etwas gefangen hatten und selbst wieder zu Aktionen kamen. Mit der schönsten Aktion des Abends gelang es ihnen dann tatsächlich wieder in Führung zu gehen. Über Mayernschein und Sternheimer kam der Puck zum vor der dem Tor lauernden Ullmann, der nur noch einschieben musste. Es war der erste Saisontreffer des Routiniers.

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Strahlmeier machte sich lang, konnte aber Ullmanns entscheidenden Treffer nicht verhindern | Foto: Dunja Dietrich

Augsburg war danach wieder Herr im eigenen Stadion, konnte aber aus einer Reihe guter Möglichkeiten kein Kapital schlagen. Selbst als der SERC in den Schlussmintuen seinen Keeper zugunsten eines weiteren Feldspieler gezogen hatte, tat man sich schwer. So blieb es bis zur Schlusssirene beim 3:2. Die über 5000 Zuschauer sahen aber ein gutes Spiel der Schwaben, bei denen sich mit Verteidiger John Rogl und Angreifer Mitch Callahan besonders zwei zuletzt oft gescholtene Spieler hervortaten.

AEV: Roy, Keller– Haase, Sternheimer, Payerl, Tölzer, Callahan, Holzmann, McNeill, Stieler, Valentine, Trevelyan, Schmölz, Fraser, Rogl, Gill, Mayenschein, Ullmann, Lambacher, Hafenrichter, Sezemsky
Tore: 1:0 Trevelyan 2., 2:0 Fraser (McNeill/Payerl) 6., 2:1 Yeo 21.,2:2 Bourke (Thuresson) 28., 3:2 Ullmann (Sternheim/Mayernschein) 28.

Schiedsrichter: Koch, Schrader | Römer, Wölzmüller Strafzeiten: Augsburg 2 – Schwenningen 10

Zuschauer: 5.090