Die Augsburger Panther hatten am Freitag den quarantänebedingt dezimierten Aufsteiger Bietigheim Steelers zu Gast im Curt-Frenzel-Stadion. Was vom Blatt her eine klare Sache für den AEV hätte werden sollen, entwickelte sich zu einem harten Stück Arbeit. Nach einer DEL-Partie auf überschaubarem Niveau sicherten sich Augsburg mit einem 3:1 drei wichtige Punkte.

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Nehring und Co. konnten nicht zufrieden sein. | Foto: Dunja Dietrich

Corona würfelt nicht nur den DEL-Spielplan durcheinander, gefühlt wird aktuell jedes Spiel zu einer besonderen Herausforderung.  Auch beim Schwabenderby zwischen Augsburg und Bietigheim war dies der Fall. Der Aufsteiger aus dem Suttgarter Umland bestritt am Freitag sein erstes Spiel nach einer Corona-Quarantäne, allerdings mit dezimiertem Kader. 12 Feldspieler und zwei Torhüter standen in der Startaufstellung der Steelers.

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Bietigheim zeigte eine engagierte Leistung mit einem dezimierten Kader | Foto: Dunja Dietrich

Die Gäste nahmen diese Aufgabe aber an. Bietigheim spielte mit vollem Tempo, schoss nahezu aus jeder Lage. Als Augsburgs Förderlizenz-Angreifer Miller nach einem unnötigen Foul in der eigenen Zone auf der Strafbank saß, nützen die Württemberger die Gelegenheit geschickt aus. McKnight jagte die Scheibe zielsicher an Roy vorbei ins Netz (15.). Eine sicher nicht unverdiente Pausenführung, da der AEV sich vor dem Tor von SCB-Schlussmann Aittokallio zu pomadig zeigte, zudem wieder einmal reichlich leichte Fehler erlaubte. Nach einem unnötigen Scheibenverlust von Lamb wäre sogar noch das 0:2 möglich gewesen, Jasper scheiterte aber am gut reagierenden Panther-Keeper.

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Augsburg dreht das Spiel

Die Führung spielte Bietigheim in die Karten, der AEV musste nun mehr investieren und weniger Fehler machen, die Steelers konnten auf Konter ihrer verblieben, starken Angreifer um Stretch und Sheen bauen. Der Plan sollte im Mitteldrittel nicht mehr aufgehen. Das Spiel bewegte sich zwar weiterhin auf einem überschaubaren Niveau, die Vorteile kippten aber mit zunehmender Spielzeit auf die Seite des AEV. Mit einen Doppelschlag durch Stieler (31.) und Puempel, drehten die Hausherren auch das Ergebnis zu ihren Gunsten. Bietigheim merkte man nun nach und nach das hohe eigene Tempo der ersten 25 Minuten an. Augsburg war jetzt die Mannschaft mit den größeren Spielanteilen, allerdings ohne spielerisch zu überzeugen.

Panther mühen sich zum Sieg

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Das 3:1 sorgte für Erleichterung beim Team in grün | Foto: Dunja Dietrich

Auch im Schlussabschnitt hatten die Panther große Mühe größeren Druck auf das Bietigheimer Tor aufzubauen. Die Truppe von „Geburtstagskind“ Mark Pederson präsentierte sich weiterhin harmlos und mit einer viel zu großen Fehlerquote.  Erst etwas mehr als vier Minuten vor der Schlusssirene sorgte Campbell aus einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor heraus für das 3:1. Erstmals konnte sich der Puls der AEV-Verantwortlichen etwas beruhigen, der wenige Minuten zuvor nochmals richtig nach oben geschossen war. Kuqi hatte die Scheibe an Roy vorbeibugsiert, die Schiedsrichter dem Treffer nach Videostudium aber die Anerkennung verweigert. So konnten die Augsburger Panther schlussendlich einen weiteren wichtigen (Heim-) Sieg einfahren. Am Sonntag in Schwenningen wird eine ähnliche Leistung aber wohl nicht für Punkte reichen.