Augsburger Panther nach Overtime-Niederlage gegen Köln weiter mit Blick nach unten

Für die Augsburger Panther endete der Heimspielmarathon mit fünf Spielen in acht Tagen mit einem Punkt gegen die Kölner Haie. Ein enttäuschendes Ergebnis, da nicht nur aufgrund einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung sicher mehr drin gewesen wäre. Nun muss auch der Tabellenkeller weiter im Auge gehalten werden.

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Foto: Dunja Dietrich

Blickrichtung Playoffs, oder doch eher ein vorsichtiger Blick in den Tabellenkeller. Vor dem heutigen Heimspiel gegen Köln war für die Augsburger Panther noch beides denkbar. Auch Köln hatte diese Ausgangsposition, sodass beide Teams auf Punkte angewiesen waren. Entsprechend nervös und zerfahren begann die Begegnung.

Die beste Gelegenheit in einer verhaltenen Anfangsphase hatte der AEV durch einen Lattentreffer von Eisenmenger (2.), anschließend wurde es ruhiger. In einem insgesamt wenig unterhaltsamen Auftaktdrittel waren es dann die Gäste, die die in Führung gehen konnten. Olver hatte unbedrängt um das Tor kurven können und Roy mit einem platzierten Schuss am Torwartpfosten erwischt.

Zufallsprodukt sorgt für den Ausgleich

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Magnus Eisenmenger erzielt den Ausgleich | Foto: Dunja Dietrich

Diese Führung hätte Matsumoto vier Minuten nach der ersten Pause noch ausbauen müssen. Nach einem Foul an Dumont hatten die Schiedsrichter auf Penalty entschieden,  der frühere Augsburger scheiterte aber am glänzend reagierenden AEV-Schlussmann. Die Hausherren blieben so im Spiel, eine Chance die sie durch ein Zufallsprodukt zu nutzen wussten. Nach einer Hereingabe von Graham prallte die Scheibe von Sternheimers Schlittschuh unabsichtlich zu Magnus Eisenmenger, der diese dann im Tor hinter Pogge unterbringen konnte (27.). Ein Treffer der der Partie sichtbar gut tat, nun war wieder mehr Tempo und Zug zum Tor im Panther-Spiel. Insgesamt drei Strafzeiten brachten Augsburg aber immer wieder aus dem Rhythmus, mit einem gerechten 1:1 ging es in den finalen Abschnitt.

Ein Punkt aus diesem Duell war für beide Mannschaften zu wenig. Angetrieben von den über 4.200 Zuschauern versuchten die Schwaben sich einen Dreier zu sicher, mühten sich aber sehr, um zu wirklich guten Gelegenheiten zu kommen. Als mit Oblinger ein gebürtiger Augsburger auf der Kölner Strafbank Platz genommen hatte, landete der Puck vom Pfosten kommend über der Torlinie, oder doch nicht? Nach langem Videostudium entschieden sich die Schiedsrichter den Treffer nicht anzuerkennen, eine äußerst umstrittene Entscheidung.

Die Panther zeigten sich danach äußerst bissig, konnten aber nicht mehr für die Entscheidung sorgen. Auch das vierte Aufeinandertreffen dieser beiden Clubs in dieser Saison musste in die Zusatzschicht. Den Extrapunkt sicherten sich die Gäste, weil der AEV Kammerer in der einzigen wirklichen Möglichkeit für die Rheinländer nicht stoppen konnte. Am Ende ein enttäuschendes Ergebnis aus Sicht der Pelletier-Truppe, die sich den zweiten Zähler schließlich doch noch verdient gehabt hätten. Der Blick muss nach dieser Partie weiterhin eher nach unten, als nach oben gehen.

 AEV: Roy, Keller – Lamb, Haase, Gregorc, Valentine, Rogl, Graham, Länger – Sternheimer, Payerl, Magn. Eisenmenger, LeBlanc, Trevelyan, Max Eisenmenger, Clarke, Miller, Puempel, Saponari, Nehring, McClure

Tore: 0:1 Olver (Üffing/Uvira) 16., 1:1 Magnus Eisenmenger (Sternheimer/Graham) 27., 1:2 Kammerer 64.

Schiedsrichter: MacFarlane, Rohatsch| Hancock, Hofer Strafzeiten: Augsburg 12  – Köln 8

Zuschauer: 4.234