Augsburger Panther schlagen am Black Friday zu – AEV bezwingt München mit Hattrick-Show

Am Black Friday schlugen die Augsburger Panther mächtig zu. Der AEV bezwingt den amtierenden Meister aus München im Curt-Frenzel-Stadion und gewann vollkommen verdient mit 7:2.

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Hakulinen eröffnet den Torreigen. Der erste von drei Treffern des Finnen Foto: Dunja Dietrich

Nach der Deutschland Cup-Pause hatte es für die Augsburger Panther trotz guter Leistungen gegen Berlin und in Köln keine Punkte gegeben. Gegen den amtierenden Meister aus München kehrte der AEV in die Erfolgsspur zurück.

Nach eher chancenarmen Anfangsminuten war es AEV-Kapitän Anrei Hakulinen, der sich ein Herz fasste. Der Finne arbeitet sich von der linken Seite vor das Tor der Gäste und tunnelte EHC-Schlussmann Allavena in einer sehenswerten Aktion zum 1:0 (12.). Die Antwort der Oberbayern folgte im ersten Überzahlspiel. Trevelyan wollte sich gerade aus der Kühlbox begeben, als Keller einen Schuss nur prallen lassen konnte. Parkes reagierte am schnellsten und traf zum nicht unverdienten 1:1 (19.).

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Trevelyan war einer der Hatrick-Schützen | Foto: Dunja Dietrich

München hatte kurz nach der ersten Pause erneut die Möglichkeit mit einem Mann mehr zu agieren, die Augsburger aber verteidigten bärenstark. Hätte der EHC getroffen…, aber so bot der AEV im Anschluss das wohl beste Drittel seit Jahren. Mit einem Doppelschlag durch Oblinger und Trevelyan konnten die Hausherren innerhalb von nur 27 Sekunden einen kleinen Vorsprung verschaffen (29.). Dabei wollten es die bissigen Panther aber nicht belassen. Ständiger Druck und viel Einsatzfreude setzten den Gästen zu. Der überragende Hakulinen mit einem Tor der Marke „Finnish Coolness“ und Publikumsliebling TJ Trevelyan mit zwei (!!!) weiteren Treffern in der 40. Spielminute sorgten schon zum zweiten Pausentee für klare Verhältnisse im Curt-Frenzel-Stadion. „Und ihr wollt Deutscher Meister sein?“, der hämische Gesang der AEV-Fans war gegen die auch heute den eigenen Ansprüchen deutlich hinterherlaufenden Gäste berechtigt.

Ein Hattrick durch Trevelyan, dass wollte Hakulinen wohl nicht auf sich sitzen lassen und legte seinerseits noch ein drittes Mal die Scheibe, mit einem butterweichen Handgelenksschuss, ins gegnerische Tor. Mit einer solchen Klatsche hatten die Münchner nicht gerechnet, Frust machte sich breit. MacWillam traf mit einem unnötigen Check den Kopf eines Augsburgers und kassierte dafür eine Spieldauerstrafe. Die große Party in Rot-grün-weiß konnte beginnen. „Oh wie ist das schön“, die lange leidgeplagten AEV-Fans feierten ihr Team mit der berühmten Welle. Das 7:2 durch DeSousa sollte an diesem Abend kein wirklicher Wermutstropfen mehr sein (53.). Die Augsburger Panther sichern sich am Black Friday (der AEV spielte passenderweise in schwarzen Jerseys) drei unglaublich wichtige Punkte, in einem Derby dass die Fans für einige bittere Partien der Vergangenheit entschädigte.

AEV: Keller, Grassinger– Southorn, Köhler, Sacher, Rantakari, Renner, Länger, Sezemsky – Collins, Mitchell, Karjalainen, Trevelyan, Hanke, Soramies, Elias, Oblinger, Andersen, Puempel, Esposito, Hakulinen

Tore: 1:0 Hakulinen (Southorn/Collins) 12., 1:1 Parkes (McKiernan/Hager)19., 2:1 Oblinger (Andersen/Elias) 29., 3:1 Trevelyan (Southorn/Sormies) 29., 5:1 Trevelyan (Karjalainen/Esposito) 40., 6:1 Trevleyan (Hakulinen/Esposito) 40., 7:1 Hakulinen (Karjalainen/Renner) 43., 7:2 DeSousa (Parkes/Hager) 53.

Schiedsrichter: Rohatsch, MacFarlane | Schwenk, Hofer  Strafzeiten: Augsburg 10 – 13 München + Spieldauer MacWilliam

Zuschauer: 6.179 (ausverkauft)