Die Augsburger Panther müssen einen weiteren Abgang verzeichnen. Marco Sternheimer hat sich entschieden, seine Profilaufbahn zu beenden und sich beruflich neu zu orientieren. Bis zuletzt hatten sich die Verantwortlichen für einen Verbleib des Eigengewächses eingesetzt.

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| Foto: Czech

Marco Sternheimer durchlief von der Laufschule bis in die U20 den kompletten AEV-Nachwuchs und schaffte anschließend den Sprung in den Profibereich. Insgesamt bestritt der gebürtige Augsburger 167 Spiele in der Deutschen Eishockey Liga (acht Tore und 18 Assists) und sieben Spiele in der Champions Hockey League (ein Tor) für seine Panther. In sechs A-Länderspielen erzielte „Sterni“ ein Tor für Deutschland. Nun hat er sich entschieden, ein Lehramtsstudium zu beginnen und seine Eishockeylaufbahn nur noch unterklassig fortzusetzen. Wie Presse Augsburg erfahren hat, könnte der Weg nach Königsbrunn führen, wo mit Tim Bullnheimer ein weiterer Ex-Panther und „Sterni“-Kumpel aktiv ist.

Marco Sternheimer: „Voller Stolz und Dankbarkeit blicke ich auf beinahe zwei Jahrzehnte im Augsburger Eishockey zurück. Ich hatte eine tolle Zeit im AEV-Nachwuchs und konnte mir den Traum von der DEL bei meinem Heimatclub erfüllen. Es waren so viele Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben. Unzählige besondere Momente sind in all den Jahren entstanden und bleiben mir immer in Erinnerung. Die Entscheidung, dem Augsburger Eishockey den Rücken zu kehren, reifte in den letzten Monaten in mir heran, fiel mir aber natürlich alles andere als leicht. Das Studium, das ich nun beginnen werden, lässt sich mit Profieishockey allerdings nicht mehr vereinbaren. Klar ist aber, dass ich mit Augsburg, dem AEV und den Panthern emotional immer eng verbunden sein werde. Danke an alle für eine wunderbare Zeit, die ich nicht missen möchte.“

„Die Entscheidung von Marco Sternheimer nötigt uns großen Respekt ab. Wir hatten in den vergangenen Wochen und Monaten viele persönliche Gespräche, konnten ihn letztlich aber nicht von der Fortsetzung seiner Profikarriere überzeugen. Wir wissen, dass er sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht hat. So sagen wir Danke für die gemeinsame Zeit und wünschen ihm ein erfolgreiches Studium. Er wird im Curt-Frenzel-Stadion jederzeit herzlich willkommen sein“, so Lothar Sigl.