Augsburger Panther verlieren den Heimauftakt gegen Iserlohn

Endlich hatten die Fans heute wieder ein Heimspiel der Augsburger Panther live im Stadion verfolgen dürfen. Mehr als die Rückkehr auf die Ränge gab es für sie heute aber nicht zu feiern. Der AEV kassierte gegen die Iserlohn Roosters eine 1:4-Niederlage.

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Foto: Dunja Dietrich

Es war eine verdammt lange Zeit, in der Augsburger Panther ohne ihre Fans auskommen mussten. Nach fast 560 Tagen war diese am heutigen Freitag beendet. Der AEV konnte nach der Lockerung der der Corona-Auflagen wieder Zuschauer ins Stadion lassen und sie kamen. Über 4700 bevölkerten schließlich beim Heimspielauftakt gegen Iserlohn die Tribünen.

Beide Mannschaften zeigten sich von der großartigen Atmosphäre angestachelt und zeigten ein temporeiches Auftaktdrittel. Was dem Spiel fehlte war ein Tor. Augsburg war das bessere von zwei engagierten Teams, hatte sich aber vor IEC-Schlussmann Weitzmann zu zögerlich und ungenau gezeigt.

Augsburg macht zu wenig aus den Überzahlsituationen

Auch nach dem ersten Seitenwechsel waren die Panther anfangs das auffälligere Team. Gleich mehrfach durfte der AEV im Powerplay ran, tat sich aber mit der nummerischen Überzahl weiter schwer. Zu schwer. Die wenigen Versuche strahlten nur wenig Gefahr aus, Iserlohn machte es vor dem Tor besser. Kaum war Schilkey nach einer Strafe gegen ihn zurück auf dem Eis, durfte er sich für seinen Treffer feiern lassen. Adam hatte bei einem schnellen Gegenangriff ordentlich am Augsburger Tor gearbeitet, so konnte der US-Amerikaner nahezu unbedrängt zur Gästeführung einschieben (29.). Ärgerlich, da Valentine zwei Minuten zuvor die bis dahin beste Chance gehabt hatte, der Pfosten rettete für die Sauerländer. Effektiver zeigten sich da die Roosters, die eine von bis dahin zwei Überzahlsituationen nützen konnten. Acolatse hatte die Scheibe von der blauen Linie ins Tornetz genagelt (36.). Das 0:2 zur Pause war aufgrund der zahlreichen Powerplaysituationen ärgerlich, sicher nicht unverdient.

Iserlohn gnadenlos effektiv

Zwanzig Minuten blieben dem Team des neuen AEV-Trainers Mark Pederson noch, um diese Partie zu drehen. Genug Zeit möchte man meinen, doch die Panther blieben weiter zu wenig bissig. Doch gerade als es auch auf den Rängen erstmals etwas ruhiger wurde, schnappten sie zu. Stieler hatte einen Schuss von Haase zum Anschlusstreffer abgefälscht. Zu viel mehr sollte es an diesem Abend aber nicht mehr reichen. Nachdem Augsburgs Payerl die Scheibe in Unterzahl im eigenen Drittel vertändelt hatte, konnte Foucault die Vorentscheidung erzielen. Als Augsburg Keeper Roy zweieinhalb Minuten vor dem Ende Platz für einen weiteren Feldspieler gemacht hatte, machte der aus Nürnberg zu den Roosters gewechselte Luke Adam den Deckel auf diese Partie. Die Rückkehr ins Curt-Frenzel-Stadion hatten sich die Fans wohl anders vorgestellt.

Weiter geht es für die Panther mit zwei Auswärtsspielen (Köln/Sonntag + Bietigheim/Dienstag) bevor am Freitag der nächste Heimauftritt gegen Straubing ansteht.

 AEV: Roy, Keller – Lamb, Haase, Valentine, Rogl, Bergman, Graham, Länger – Sternheimer, Payerl, Eisenmenger Magnus, Kharboutli, LeBlanc, Stieler, Valentine, Eisenmenger Maximilian, Clarke, Saponari,Campbell, Nehring, McClure

Tore: 0:1 Schilkey (Adam) 29., 0:2 Acolatse (Foucault) 35., 1:2 Stieler (LeBlanc/Haase) 49., 1:3 Foucault (Schilkey) 53., 1:4 Adam 58.

Schiedsrichter: Hoppe, Rantala | Schwenk, Wölzmüller Strafzeiten: Augsburg   – Iserlohn

Zuschauer: 4.725