Augsburger Panther verlieren umkämpftes Spiel gegen Nürnberg

Für die Augsburger Panther ging es heute gegen Nürnberg darum, die Top 6-Platzierung gegen einen der ärgsten Verfolger zu verteidigen. Es wurde ein intensives und ausgeglichenes Spiel, dessen Sieger im Penaltyschießen gefunden werden musste. Das bessere Ende hatten die Icetigers auf ihrer Seite.

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Ein hartes Stück Arbeit für Holzmann und den AEV | Foto: Hiermayer

 

Das schwäbisch-fränkische Bayernderby am heutigen Abend hatte eine besondere Brisanz. Die Augsburger Panther wollten unbedingt ihren Platz unter den Top 6 sichern, Nürnberg nach einen schwachen ersten Saisondrittel zumindest in die Pre-Playoffs. Für beide Mannschaften musste es deshalb heute Zdählbares geben. Mit einer entsprechend hohen Erwartung waren die Zuschauer in das erneut ausverkaufte Curt-Frenzel-Stadion gepilgert. Sie sollten nicht enttäuscht werden.

Beide Teams gingen von Beginn an mit hohem Tempo zur Sache. Nach etwas mehr als zehn Minuten war es dann soweit, und die Anhänger des AEV durften erstmals jubeln. Gill hatte die Schwaben nach einer tollen Aktion mit 1:0 in Führung gebracht. Auch danach gab es kaum Verschnaufpausen, das Spiel wog von einer auf die andere Seite und zurück. Zahlreiche gute Chancen waren die Folge. Icetigers-Topscorer Pföderl konnte eine dieser tollen Gelegenheiten in der 15. Spielminute zum Ausgleich nützen. Schon zuvor waren sein Teamkollege Alanov und wenig später der junge AEVler Sternheimer nahe am nächsten Treffer gewesen, der Pfosten war ihnen aber Weg gestanden.

Ganz in diesem Stil sollte es nicht weitergehen, die Turbogeschwindigkeiten der ersten zwanzig Minuten zollten etwas Tribut, die ein oder andere Ungenauigkeit schlich sich in das Aufbauspiel ein. In den Überzahlspielen zeigte sich dies verstärkt. Mit schnellen Gegenstößen hätten die Gäste sogar in Führung gehen können. Gut zwei Minuten vor der Pausensirene konnte der AEV zum dritten Mal mit einem Mann mehr agieren, nun sollte es klappen. Bis zum Tor benötigte benötigten die Männer von Trainer Mike Stewart allerdings einige Versuche, selbst als Nürnbergs Goalie Treutle seinen „Freischwimmer“ im Torkreis machte sollte die Scheibe nicht im Netz zappeln. Kaum hatte sich der Schlussmann aber wieder gesammelt, musste er dann doch hinter sich langen. McNeill hatte Augsburg mit einem platzierten Schlenzer in Führung gebracht (39.).

Ein Tor Vorsprung ist im Eishockey gar nichts. So war schon vor dem Wiederbeginn klar, es würden noch zwanzig intensive Minuten zu spielen sein . So sollte es dann auch kommen, es wurde sich nichts geschenkt. Nürnberg versuchte nun mit hartem Körperspiel die Panther aus dem Tritt zu bringen. Man merkte beiden Mannschaften nun spürbar an, dass heute einiges auf dem Spiel stand. Im wahrsten Sinne des Wortes wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Als alles schon nach einem Heimsieg aussah konnte Reimer 25 Sekunden vor dem Ende doch noch für die Icetigers ausgleichen.  Nach einer weitestgehend ausgeglichenen Partie wohl ein gerechter Punkt für beide Teams, der Sieger musste nun aber in einer Zusatzschicht gefunden werden. Augsburg hatte in der Verlängerung zweimal die große Chance auf die Entscheidung. Weder der zuvor gefoulte White per Penalty, noch kurze Zeit später  LeBlanc konnten die Scheibe im Tor versenken. So wurde der dritte Punkt in der Penaltylotterie, mit dem besseren Ende für Nürnberg vergeben. Während die Panther-Schützen alle vergeben hatten, sicherte Buck dem EHC den wichtigen Zusatzzähler. Für den AEV bedeutet der eine Punkt, dass man nun vor der Sonntagspartie mit zwei Punkten Vorsprung auf Bremerhaven auf Rang 6 platziert ist.

AEV: Roy, Keller, – Lamb, Haase, Tölzer,McNeill, Rogl, Rekis, Sezemsky – Sternheimer Payerl, Holzmann, LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Fraser, Schmölz, Fraser, Gill, Ullmann, Hafenrichter, Detsch, White
Tore: 1:0 Gill (Holzmann/Sezemsky) 10., 1:1 Pföderl (Reimer/Festerling) 15., 2:1 McNeill (White/LeBlanc) 39., 2:2 Reimer (Lalonde/Acton)60., 2:3 Buck (Penalty)

Schiedsrichter: Rantala, Schukies | Kowert, Wölzmüller Strafzeiten: Augsburg – Nürnberg

Zuschauer: 6.139 (ausverkauft)