Augsburger Sommernächte mit guter Chance für eine Neuauflage

Am vergangenen Wochenende fand in der Augsburger Innenstadt das neue Stadtfest „Augsburger Sommernächte“ statt. Nach Schätzungen haben sie an den drei Tagen wohl rund 150.000 Gäste angezogen. Eine Neuauflage in der Zukunft scheint für den Max-Fest-Nachfolger durchaus möglich.

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Die Augsburger Sommernächte waren ein Erfolg, für die „Großraumdikso“ Maxstraße gibt es aber Verbesserungswünsche. | Foto: Wolfgang Czech

Es war eine tolle Party, die Augsburg am vergangenen Wochenende erleben durfte. Rund 150.000 Gäste hatten an zahlreichen Stellen der Augsburger Innenstadt mitgefeiert. Der Nachfolger für das legendäre, aber aus Sicherheitsgründen so nicht mehr durchführbare Maxstraßen-Fest kam an. Doch noch war nicht alles Gold was glänzt, es gibt auch kritische Stimmen, die sich bei einer erneuten Durchführung Veränderungen wünschen.

Die Rathaus-Grünen sehen bei weiteren Auflagen vor allem in der Maximilanstraße Verbesserungspotential. Von einer Großraumdisko und „Ballermann“ (Cemal Bozoglu) wurde gesprochen. Zudem kommt aus Reihen der Partei die Forderung des Fest mit mehr Angeboten für Kinder und Jugendliche künftig noch familienfreundlicher zu gestalten und die Altstadt mit einzubeziehen. Dies fordert auch Pro Augsburg-Stadtrat Thomas Lis „Natürlich gibt es einige Punkte, die beim Fest nächstes Jahr verändert oder verbessert werden müssen. Für mich zählt hier z.B. unbedingt die Einbindung der Altstadt unter der Ägide des Altstadtvereins dazu.“ Der Verein hatte kurz vor dem Fest die Teilnahme abgesagt, aber bereits Bereitschaft für künftige Auflagen signalisiert.

Auch die beiden großen Parteien der Stadtregierung haben ihre Unterstützung bezüglich einer Neuauflage schon durchklingen lassen. „Es war ein rundherum gelungenes und vor allem friedliches Fest. Es hat alles zusammen gepasst, die Organisation, das Wetter und die Stimmung der vielen Besucher. “, zeigte sich SPD-Fraktionschefin Margarete Heinrich über die Sommernächte erfreut. Auch ihr CSU-Kollege Bernd Kränzle zog eine rundum positive Bilanz: „Das ganze Konzept ist voll aufgegangen. Nach so einem überzeugenden Auftritt können wir uns wieder einen ,Sommernachtstraum‘ in Augsburg in nicht allzu ferner Zukunft gut vorstellen.“ Nach Vorstellungen von Heinrich dürfe dies aber nicht wieder sechs Jahre, wie seit der letzten Auflage des Maxfestes dauern.

Ob, wann und in welcher Form das Fest, das von der City Initiative organisiert wurde, fortgeführt steht allerdings noch nicht fest. Dies entscheidet der Stadtrat spätestens im Herbst dieses Jahres. Die Stadt Augsburg war mit 50.000 Euro an den Gesamtkosten von rund 400.000 Euro an der Finanzierung des Fests beteiligt. Der Rest wurde über Sponsoren und Gastronomen geleistet. Durch das breite positive Echo auf die Premierenveranstaltung scheint eine Weiterführung trotz der angespannten Finanzlage der Stadt durchaus wahrscheinlich.